gregorgross am 29. Juli 2014

In dieser Twitter-Auseinandersetzung diskutieren Marc Andreesen und Patrick Collison die Frage, ob immer schlauere und produktivere Computer uns Menschen Jobs und Einkommen kosten werden. Dabei fällt der Begriff strong AI, also starke künstliche Intelligenz (KI). Was ist damit gemeint?

Starke und schwache KI

Weak AI bedeutet, Computer können so intelligent handeln wie Menschen (oder so handeln, als wären sie intelligent wie Menschen). Sie tun das aber auf andere Art, als wir Menschen das in unserem Gehirn tun würden.

Strong AI bedeutet, dass ein Computer genauso denken kann wie ein Mensch (also so funktioniert wie ein menschliches Hirn).

Ist starke KI überhaupt möglich?

Wäre Strong AI möglich (zur Zeit sind wir davon noch sehr weit entfernt, wie Marc Andreesen ausführt), hätte das Konsequenzen, vor denen wir uns fürchten sollten: erstmal müssten wir in der Lage sein, ein Hirn mit seinen 100 Milliarden Neuronen und ihren mehr als 10.000 Querverbindungen pro Neuron exakt nachzubauen. Würden wir das schaffen, könnte sich dieses künstliche Hirn aber, so wie unser Hirn, seiner selbst bewusst werden – und seines “Körpers”. Die Frage ist dann, wie sich seine Ich-Werdung vollzieht und wie es sich im Verhältnis zu uns, seinen Erschaffern, sieht. Kann diese künstliche Persönlichkeit Teil unserer moralischen Gemeinschaft sein und sich selbst als gleich zu allen anderen sehen? Oder sieht es sich selbst als gleicher und uns Menschen als ungleich an? Man bedenke, dass diese künstliche Persönlichkeit mehr Speicher hat, deutlich schneller denkt und nichts vergisst! Sie wird mächtiger denken können.

Nun ist die Frage, ob Strong AI jemals Wirklichkeit werden wird. Andreesen sieht das so, dass in den knapp 70 Jahren, seit es Computer gibt, keinerlei Anzeichen dafür auftauchen.

Vom Unterschied zwischen linearer und nichtlinearer Entwicklung

Dazu folgendes Gleichnis (übernommen aus Race against the Machine von Erik Byrnjolfsson und Andrew McAfee, die übrigens auch sehr einleuchtend der Frage nachgehen, ob unsere Jobs in Gefahr sind): Als der Bauer in dieser alten indischen Geschichte den König im Schach schlug, durfte er sich seine Belohnung selber festlegen. Er wollte ein Getreidekorn aufs 1. Feld, zwei aufs 2. Feld und dann immer verdoppeln. Am Ende ergab das 2 hoch 64 –1 Getreidekörner – der König sah aus wie ein Idiot und wahrscheinlich verlor der Bauer stattdessen seinen Kopf.

Die Belohnung stieg nichtlinear, und deswegen tun wir Menschen uns damit schwer, sie zu beurteilen. Auf der ersten Hälfte des Schachfeldes ist die Abweichung von linear zu nichtlinear noch überschaubar – und bei 32 Feldern hätte der Bauer die Jahres-Ernte eines grossen Getreidefeldes als Belohnung erhalten. Genug, um glücklich zu sein und seinen Kopf zu behalten, weil der König nicht wie ein Idiot ausgesehen hätte. Erst in der zweiten Hälfte des Schachfeldes werden die Abweichungen zwischen nichtlinear und so groß, dass wir sie nicht mehr einschätzen können. Und erst da begann die Gefahr, dass der Bauer statt viel Getreide zu erhalten, einfach sein Leben verliert.

Computer entwickeln sich, so wissen wir Dank Moores Gesetz, auch nichtlinear. Bislang fällt uns das nicht auf, ihre Entwicklung stimmt immer noch mit unserer linearen Beurteilung überein.

Es kann aber sein, dass wir uns gerade der zweiten Hälfte des Spielfelds nähern, wo ihre Entwicklung weiter nichtlinear voran geht – und völlig von unseren Erfahrungs- und Erwartungsmöglichkeiten abweicht.

 

Weil unser Business Buch Club (BBC) so unglaublich erfolgreich ist, können wir einfach nicht damit aufhören. Am 7.8.2014 von 14-14:30 Uhr findet der nächste Business Buch Club (Folge 4) statt. Dieses Mal nehmen wir uns Peopleware: Productive Projects and Teams (3rd Edition) von Tom DeMarco und Timothy Lister vor. 

DeMarco und Lister haben die meiste Zeit ihres Lebens als Projektmanager bei Software-Projekten gearbeitet. Dabei haben sie irgendwann festgestellt, dass die meisten Projekte und eigentlich auch sonst fast alles auf Arbeit im Chaos enden und zwar aus einem Grund: die Manager denken immer, alles wird durch neue oder noch mehr Technologie irgendwie besser. Egal was für ein Problem es gibt, durch mehr Technologie wird’s besser. Das ist aber eigentlich nie so – die neue Technologie erzeugt wieder neue Probleme, zersplittert die Kommunikation, entfremdet die Menschen und was weiß ich, was für weitere Effekte es noch gibt. Der richtige Ansatz ist, sich um die Menschen zu kümmern, auf sie einzugehen, mit ihnen zu reden. Und davon handelt Peopleware.

Wir werden beim BBC Folge 4 über Kapitel 3 “Vienna waits for you” reden (darin wird erklärt, wie die meisten Manager fälschlicherweise ihre Angestellten sehen) und Kapitel 11 “The Telephone” (wie mit der intrusivsten Störquelle umgehen?) diskutieren.

Wann? 7.8.14 ab 14 Uhr

Wo? Google Hangout: Business Buch Club 4

Was? Ute Muendlein und Gregor Groß stellen Peopleware vor und diskutieren Kapitel 3 und 11

gregorgross am 16. Juni 2014

Unser Business Buch Club (BBC) gab’s jetzt schon das 3. Mal! Immer noch lesen wir Ultimate Sales Machine von Chet Holmes. Hier das Video:

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Morgen (12. Juni, 15:00 Uhr) machen wir die dritte Folge des Business Buch Clubs. Zum letzten Mal geht es dabei um das Buch “The Ultimate Sales Machine”. Zum Abschluss diskutieren Gregor Groß und Ute Muendlein Kapitel 9 “The Nitty-Gritty of Getting the Best Buyers” und Kapitel 10 “Sales Skills”.

Wir freuen uns über weitere Mit-Leser und Diskussionsteilnehmer. Und am Ende des 3. BBC legen wir dann gemeinsam fest, welches Buch wir als Nächstes lesen. Ich bin für Peopleware, aber ich hab ja auch nur 1 Stimme.

>> Folge 1 des BBC (auch mit Ultimate Sales Machine)

>> Folge 2 des BBC (auch mit Ultimate Sales Machine)

 

gregorgross am 20. Mai 2014

Hier das Video vom letzten Business Buch Club (BBC), wo wir uns mit Chet Holmes’ Ultimate Sales Machine (Kapitel 4 und 6) beschäftigt haben:

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gregorgross am 5. Mai 2014

Weil unser erster Business Buch Club (BBC) so viel Spaß gemacht hat, machen wir am 16. Mai gleich nochmal einen! Wir  (+Ute Muendlein und ich, +Gregor Groß) besprechen ein weiteres Mal Chet Holmes’ Buch “The Ultimate Sales Machine”. Dieses Mal nehmen wir uns Kapitel 4 “Becoming a Brilliant Strategist” und Kapitel 6 “The High Art of Getting the Best Buyers” vor.

Wir freuen uns über weitere Mit-Leser und Diskussionsteilnehmer!

Wann? 15. Mai, 15 Uhr

Wo? BBC auf Google+ Hangout

UPDATE: Falsches Datum! Das Hangout findet am 15. Mai statt!

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gregorgross am 25. April 2014

Hier ist das Video vom gestrigen 1. Business Buch Club (BBC):

Der nächste Business Buch Club-Hangout wird noch angekündigt. Wir schauen uns Kapitel 4 und 6 aus Chet Holmes’ Ultimate Sales Machine an.

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Als Coach/Dozent/Extrem-Ausprobierer rund um alles, was Lean Startup ist, finde ich das Konzept eines MVP: minimum viable product einleuchtend. Dabei willst Du schnell etwas in die Hände Deiner Kunden kriegen, womit Du testen kannst, ob es ihr Problem zufriedenstellend löst (und noch mehr: ob sie bereit sind, dafür Geld zu zahlen etc.).

Eine Idee, die ich schon immer mit mir rumschleppe, ist folgende: ich lese viel (was jeder weiß, der von mir schon mal emails bekommen hat). Wie kann ich viel lesen irgendwie mit meinem Beruf verbinden? Darauf weiß ich bislang keine Antwort, aber zusammen mit Ute Mündlein von Der reiche Poet wollen wir mal was ausprobieren. Wie wäre es, wenn wir beide (jeder für sich) ein bestimmtes Business-Buch lesen und das dann gemeinsam auf Google Hangout diskutieren?

  • Hypothese 1: so ein Buchclub-Diskussions-Hangout wird auch andere interessieren. Nach 3 angekündigten Hangouts haben wir regelmässig 10 Co-Diskutanten.
  • Hypothese 2: Business-Bücher sind zugegebenermaßen etwas langweiliger als Fiction jeder Art. Mit regelmässigen, öffentlich angekündigten Hangouts kriege ich mich selber dazu, die Business-Bücher auf meiner Leseliste abzuarbeiten.
  • Hypothese 3: Falls Hypothese 2 stimmt, werden das auch andere sehen. Der Buchclub-Hangout verselbständigt sich und andere übernehmen einige der Hangouts.

Also legen wir los und testen diese Hypothesen: Am 24.4. ist Premiere. Bislang ist es ein Duett: Gregor Groß (denkpass.de) und Ute Mündlein (Der Reiche Poet) werden dann über Kapitel 1 und 3 von “Ultimate Sales Machine” von Chet Holmes reden.

Wann? 24. April ab 14 Uhr

Wo? Google Hangout: Business Buch Club

Was? Wir diskutieren Kapitel 1 und 3 aus Chet Holmes’ “Ultimate Sales Machine”

FAQ:

Warum dieses Buch? Ultimate Sales Machine ist weniger ein Vertriebshandbuch, es geht mehr darum, wie man sich und das Team organisiert, um im Vertrieb produktiver zu sein. Dabei ist das Buch auch sehr pragmatisch und enthält einen der besten Zeitmanagement-Tipps ever.

Warum nicht das ganze Buch? Wir wollen ausführlich über das reden, was wir bei der Lektüre mitgenommen haben. Für uns geht es bei Business-Büchern (im Unterschied zu Fiction) ja gerade darum, Gelesenes umzusetzen. Deswegen konzentrieren wir uns auf zwei Kapitel.

Wie geht es weiter? Das werden wir sehen und auch im Hangout diskutieren. Eventuell mit weiteren Kapiteln oder auch mit einem anderen Buch. Es wird aber mindestens drei Hangouts geben, bevor wir unseren MVP-Test beenden.

>> Ankündigung des 1. Business Buch Clubs auf Der Reiche Poet

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rework logoAm 19./20. Juni findet in Berlin die Re.work Technology Conference Berlin statt. Dabei geht es darum, wie Robotics/Automation, 3D-Printing, Wearable Technology und Internet of Things unser künftiges Leben verändern werden. Die Konferenz richtet sich an Unternehmer, Startups, Wissenschaftler, Investoren und Erfinder, die sich über diese Themen informieren und austauschen wollen.

Es gibt übrigens auch eine Re:work Startup-Stage, wo ihr eure Startups und eure Produkte aus den Bereichen IoT, Energie, MedTech, Big/Open Data, Robotics, 3D-Printing, EdTech oder Space präsentieren könnt.

Was? Re:work Technology Conference Berlin

Wann? 19./20. Juni 2014

Wo? Umweltforum (Auferstehungskirche), Pufendorfstr. 11

Kosten? Startup-Tickets ab 150€

Für Denkpass-Leser gibt’s den Discount-Code “BLSM14“, der euch weitere 20% Discount sichert.

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Zusammen mit der Berliner Hochschule für Wirtschaft und Recht haben wir eine Reihe von Workshops für angehende Gründer ausgearbeitet. Unser Ziel ist, dass die Teilnehmer innerhalb von einem Monat ein funktionierendes Geschäftsmodell für ihre Ideen entwickeln und dabei sicher sind, dass ihre Idee am Markt auch wirklich ein Kunden-Problem löst.

Ausgehend von der Problemidentifizierung und -validierung werden die Teilnehmer/innen methodisch Schritt für Schritt bis zur Präsentation vor Mentoren begleitet. Existierende Gründungsvorhaben können im Verlauf der Workshopreihe ebenso optimiert werden. Wir legen Wert auf pragmatische Vorgehensweise und fordern auch gleich die praktische Umsetzung.

Hier der Ablauf unseres Konzepts:

  • Einführung in “Design Thinking” – 8h (Samstag, 05.04 10:00 -18:00)
  • Einführung in “Teammanagement” – 4h (Samstag, 12.04 10:00 – 13:30 Uhr)
  • Einführung in “Customer Development” – 4h (Samstag, 12.04 14:00 – 18:00 Uhr)
  • Einführung ins “Business Model Canvas” – 4h (Dienstag, 08.04 17:00 -21:00 Uhr)
  • Einführung in “Lean Startup” – 4h  (Dienstag, 22.04. 17:00 -21:00 Uhr)
  • Kontaktabend mit Mentoren (Dienstag, 06.05. 18:00 -21:00 Uhr)

Das Programm ist kostenlos (Tickets gibt’s bei Eventbrite). Zwar können nur Teilnehmer/innen aus dem Programm “Gründungseinstieg” der HWR Berlin mitmachen, aber für dieses Programm kann man sich auch anmelden, wenn man einfach gründungswillig ist. Das Programm steht externen Gründungswilligen offen.

Nochmal in aller Deutlichkeit: Die Teilnahme ist kostenlos und steht (nach Anmeldung) allen Gründungswilligen offen. Die Teilnehmerzahl ist begrenzt!

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