Starfist – First to Fight: Spannung für die, die es mögen

Vor kurzem habe ich mir Stanza aufs iPhone geladen. Das ist eine App, mit der man Bücher auf dem iPhone lesen kann. Eigentlich dachte ich, das wäre Blödsinn. Wie aber bereits berichtet, bin ich doch überrascht, wie gut sich Bücher auf dem iPhone lesen lassen. Gerade dann, wenn man normalerweise kein Buch zur Hand hat, hat man doch manchmal sein iPhone am Start (z.B. in der Straßenbahn, im Wartezimmer etc.). Mein zweites Buch, das ich somit elektronisch gelesen habe, war First to Fight von Dan Cragg und David Sherman.

Witzigerweise kann ich mich nicht mehr erinnern, wann ich das Buch herunter geladen habe. Wahrscheinlich als ich Stanza aufs iPhone installiert habe? Jedenfalls habe ich an diesem Tage viele Bücher kostenlos gedownloadet, und eins davon war First to Fight. Das sieht in Papierform so aus:

Amazon.de: Starfist 1 - First to Fight (Sherman/Cragg)

Amazon.de: Starfist 1 - First to Fight (Sherman/Cragg)

Und stellt sich dann beim Lesen auf dem iPhone so dar:

First to Fight auf dem iPhone

First to Fight auf dem iPhone

Die Handlung

First to Fight ist das erste Buch der Starfist-Serie. Diese handelt von einer Einheit Marines in der Space-Armee einer Sternenkonföderation 400 Jahre in der Zukunft. In First to Fight werden gerade Rekruten angeworben und durchlaufen ihre Grundausbildung. Die erleben dann ihren ersten Einsatz auf einer Wüstenwelt, auf der ein nomadischer Stammesführer die Macht an sich reißen will. Es kommt zu Kämpfen, ein Zug Marines wird auf Patrouille von seiner Einheit getrennt und muss sich allein durch Feindesland schlagen.

Fazit

Nun ja, das ist ein Buch über Marines, über ihre Kämpfe, ihre Kameradschaft und ihr einfaches Leben. Da kommt Krieg drin vor, und es geht hauptsächlich ums Kämpfen. Die Marines sind die Guten, die anderen sind die Bösen. Wer böse ist, wird sterben. Das gefällt nicht allen, aber in dieser Hinsicht ist das Buch eben auf eine Zielgruppe zugeschnitten, der sowas gefällt. Denen, den es gefällt, wird’s sehr gut gefallen.

Es ist spannend und in einigen Teilen sogar witzig. Wer Filme wie Black Hawk Down oder Tödliches Kommando mag, wird sich auch bei First to Fight und der ganzen Starfist-Serie wohl fühlen. Ich war überrascht, wie schnell sich das Buch gelesen hat. Vielleicht ist es gerade deswegen so gut für Stanza auf dem iPhone geeignet?

Interview mit Smava-Gründer Alexander Artopé

Smava: Kredite von Mensch zu Mensc

Smava ist eine innovative Web-Plattform, bei der Privatleute, die Geld für bestimmte Projekte brauchen, mit privaten Geldgebern zusammengebracht werden. Das Motto lautet: Kredit von Mensch zu Mensch. Die Geld-Sucher stellen ihre Projekte vor und geben an, wie viel Geld sie benötigen und bis wann sie es abzahlen möchten. Die Kreditgeber können sich alle Projektvorschläge anschauen und selber entscheiden, ob und wo sie investieren möchten. Die Idee hinter Smava ist ein wunderbares Beispiel für das, was Charles Leadbeater in seinem Buch We-Think beschreibt (der Denkpass berichtete): Industrien, die sich aufgrund der gemeinschaftlichen Ausprägung des Internets völlig verändern werden.

Dem Denkpass wurde von Smava die Möglichkeit angeboten, den Gründer Andre Artopé zu interviewen. Weil man dabei einiges über Kreativität und Unternehmertum lernen kann, und besonders über den Zusammenhang zwischen diesen beiden Konzepten, fand ich dieses Interview interessant und habe angenommen.

Der Denkpass: Mit welchen Innovationen positioniert sich smava gegenüber dem traditionellen Kreditwesen?

Alexander Artopé: Was smava klar vom Bankensystem unterscheidet, ist das hohe Maß an Transparenz und Selbstbestimmung. Kreditnehmer sind nicht auf die Entscheidungen von Bankmitarbeitern angewiesen, sondern legen ihren Zinssatz selbst fest. Ebenso sind Anleger nicht mehr auf Bankberater angewiesen. Sie entscheiden selbst, welche Projekte sie finanzieren. Darüber hinaus können sie Projekte unterstützen, die sie mögen und die ihnen wichtig sind.

Das zweite Unterscheidungsmerkmal ist die Direktheit – Anleger und Kreditnehmer tätigen direkt Geldgeschäfte miteinander. Ein Teil davon ist die direkte Kommunikation der Kunden miteinander und mit smava. Miteinander diskutieren Nutzer im Forum und geben sich gegenseitig Ratschläge. Vor allem für neue Anleger und Kreditnehmer bietet das Forum eine wichtige Hilfestellung. Zudem sind die Informationen nicht von einer zentralen Institution wie bei einer Bank, sondern kommen unverfälscht von anderen smava Nutzern. Mit smava können Nutzer über den smava Blog direkt in Kontakt treten und ihre Meinung zu Neuerungen auf dem smava Marktplatz äußern. Bei Banken haben Kunden nicht die Möglichkeit der unmittelbaren Einflussnahme.

Der Denkpass: Woher kam die Idee zu smava?

Alexander Artopé: Wenn es um Geldgeschäfte geht, blieb Kunden bis vor ein paar Jahren nur der Weg zur Bank. Es gab kaum andere Möglichkeiten, sich Geld zu leihen oder Geld anzulegen. Ein Online-Marktplatz, auf dem Menschen selbst entscheiden können, was mit ihrem Geld passiert, war daher längst fällig.

Bei Banken ist die Spanne zwischen Kreditzins und Einlagenzins relativ groß. Das ist zur Zeit deutlich zu sehen: sogar der Wirtschaftsminister und die Verbraucherministerin beschweren sich, dass Verbraucher ihr Geld für nur 1% verzinst bekommen, die Banken jedoch mehr als 10% für einen Dispo verlangen. Und das bei einem EZB-Zins von 1%!

Deshalb kam uns vor einigen Jahren der Gedanke, einen Online-Marktplatz zu schaffen, auf dem Menschen Geldgeschäfte direkt miteinander tätigen. Ziel ist eine neue Form der Finanzdienstleistung, die mehr Transparenz zulässt und eine faire Alternative zu Banken darstellt. Bei vielen Gesprächen über mögliche Modelle standen “Marktplätze” durch die Erfahrung von Jörg Rheinboldt als Geschäftsführer eBay Deutschland naturgemäß im Vordergrund. Als ZOPA in UK auf den Markt kam, reifte in uns die Entscheidung, auch in Deutschland so eine Plattform zu starten – allerdings mit einem Ansatz, bei dem die Community – wie bei eBay – stärker im Mittelpunkt steht.

Der Denkpass: Wie sah der kreative Prozess der Konzeptentwicklung aus (wie viel Personen, wie seid ihr vorgegangen, etc.)?

Alexander Artopé: Wir hatten recht früh eine konkrete Vorstellung davon, wie unsere Plattform später aussehen soll. Zumal es ja in anderen Ländern bereits einige Plattformen auf dem Gebiet des P2P-Lending [Anmerkung: P2P - Peer to Peer, also Gleichgestellter zu Gleichgestelltem] gab. Im Unterschied zu den damals bestehenden P2P-Plattformen wollten wir aber mehr Sicherheit für Anleger gewährleisten und haben ein ausgeklügeltes Risikomanagement mit dem Bestandteil der „Anleger-Pools“ entwickelt.

Zudem galt es zu beachten, dass Kreditgeschäfte in Deutschland aus rechtlichen Gründen nur von Banken abgewickelt werden dürfen. Deshalb haben wir uns eine Partnerbank gesucht, die diese Funktion für smava übernimmt. Zum Start von www.smava.de waren wir ein Team von sechs Mitarbeitern inklusive der drei Gründer.

Der Denkpass: Entwickelt ihr euer Konzept derzeit weiter, und wenn ja, wie macht ihr das?

Alexander Artopé: Wir sind natürlich ständig bestrebt, Prozesse zu verändern, zu optimieren, neue Funktionen und Produkte für unsere smava Kunden bereit zu stellen. Insofern ist dieser Optimierungs- und Erweiterungsprozess nie abgeschlossen. Schließlich lernen wir jeden Tag dazu und erfahren jeden Tag mehr über die Bedürfnisse unserer Kunden.

Unsere Kunden sind die wichtigste und beste Quelle, um neue Prozesse, Ideen und Produkte zu (er)finden. Der Kontakt zu unseren Kunden ist relativ eng. Kundenfeedback – egal ob über Telefon, Fax, Blog oder sonst – gibt uns immer Anlass, über neue Entwicklungen nachzudenken. Wir wissen relativ viel darüber, wie unsere Kunden smava wahrnehmen und wo es noch Optimierungspotential gibt. Alleine übers Forum werden Tag für Tag Produkte, Prozesse, Funktionen und Features diskutiert. Da unsere Plattform sehr transparent ist, sind auch die Bedürfnisse unserer Kunden für uns relativ leicht zugänglich. Zudem führen wir regelmäßig Kundenumfragen durch.

Der Denkpass: Das ganze Konzept erinnert an Kiva (eine ähnliche Kreditvermittlung wie bei Smava, aber für die Vergabe von Mikrokrediten in Entwicklungsländern). Arbeitet ihr an nachhaltigen sozialen Entwicklungskonzepten?

Alexander Artopé: Entwicklungshilfe im klassischen Sinne leistet smava nicht. Vergleichbar ist höchstens der Ansatz, kleine Selbständige mit günstigen Betriebsmittelkrediten zu unterstützen – Mikrokredite für Deutschland. Zudem ist Kiva ein Non-Profit Konzept, bei dem die Mikrokredite zu 0% Zinsen an Kleinunternehmer in Entwicklungsländern vergeben werden. Es gab bei smava auch schon Projekte mit einem gemeinnützigen Zweck, das auch zu einem niedrigen Zins finanziert wurde. Jedoch erwarten unsere Anleger in der Regel auch eine gute Rendite von ihrem Invest auf smava.de.

Smava ist ein gutes Beispiel dafür, wie wichtig Kreativität für Unternehmer ist. Man hat ein Konzept genommen, das es anderswo schon gab und in einigen Aspekten verändert und verbessert. Herausgekommen ist keine Kopie für den deutschen Markt, sondern ein eigenes Konzept, das einen neuen Markt schafft.

Peer-to-Peer-Lending gab es bislang in Deutschland nicht, das ist eine Marktlücke und somit hat Smava einen initialen Wettbewerbsvorteil. Ob die Nische groß genug ist, und ob Smava die möglichen Bedenken der Kreditgeber ausräumen kann, wird sich zeigen. Wenn das gelingt, hat Smava möglicherweise auch einen nachhaltigen Wettbewerbsvorteil: denn in vielen dieser neuen, internet-abhängigen Nischen-Märkte ist oft die Webseite dominant, die als erste die kritische Masse erreicht. Ob das auch Smava gelingt, wird die Zukunft zeigen.

Der Prenzlauer Berg: Vom Osten ins Paradies

Ich bin Berliner. Ich lebe, seit ich denken kann, im Prenzlauer Berg. Das war früher mal ein Arbeiterbezirk mit zerschossenen, zerfallenden Häusern, begraben unter einer Schicht von Kohlenstaub und Dreck. Traurig und verlassen, vergessen selbst von der ostdeutschen Regierung und der Staatssicherheit. Ich bin da aufgewachsen, in der alten Postleitzahl 1055 – heute ist die Kenntnis dieser Zahl ein Merkmal dafür, wie lange ich hier schon lebe. Mir hat hier immer gefallen, dass sich alle an das Motto leben und leben lassen halten. Sei wie Du bist, aber lass mich in Ruhe.

360° Blick Schönhauser Allee / Ecke Danziger Strasse (Quelle: de.wikipedia.org)

360° Blick Schönhauser Allee / Ecke Danziger Strasse (Quelle: de.wikipedia.org)

Diese Einstellung, diese Freiheit, sein Leben zu führen, hat schon immer viele Menschen angezogen. In der DDR fanden sich hier viele Intellektuelle wieder, zogen sich hierhin zurück. Nicht bereit, gegen den Staat zu kämpfen, nicht in der Lage, für ihn zu sein, zog man sich in seine eigenen vier Wände zurück. Es gab Galerien in Privatwohnungen, man tauschte Bücher aus dem Westen, man schaute Westfernsehen, aber nur dritte Programme. Nach der Wende schien das auch vielen anderen Menschen zu gefallen. Die Stadt richtete ein Sanierungsgebiet in dem seit dem Weltkrieg unveränderten Stadtbezirk ein, und bundesdeutsches Kapital sanierte meinen Heimatbezirk. Schwaben zogen zu und Bayern (der Volksmund nennt sie manchmal kaltschnäuzig Schwanaken und Baynaken!), brachten hohe verfügbare Einkommen mit und den Bedarf an Deli-Feinkost. Der nördliche Prenzlauer Berg zwischen Helmholtzplatz, LSD-Viertel und Kollwitzplatz kam im 21. Jahrhundert an.

Auch die neuen Bewohner der Prenzlauer Bergs lieben Bücher und Musik: Das Lebensgefühl ist geblieben. Die Gegend rund um Kollwitz- und Helmholtzplatz ist vom Osten ausgezogen und im Paradies angekommen, so Simon Kuper in der Financial Times. Heute ist der Prenzlauer Berg Berlins schönste Wohngegend, findet Kuper:

Das Zentrum dieser Gegend, der Kollwitzplatz, ist nun sicherlich Berlins schönster Platz. In seiner Mitte sitzt eine Statue von Käthe Kollwitz, einer Bildhauerin aus der Zeit der Weimarer Republik und Anwohnerin. Die Statue ist umgeben von einem Spielplatz für Prenzlauer Berg’s unzählige Kinder, einem kleinen Wald und Cafés und Restaurant aller Nationalitäten – sogar deutsch! Der Kollwitzplatz entspricht dem platonischen Ideal eines europäischen Platzes. (eigene Übersetzung)

Ich habe mir da eine Wohnung gebaut, keine 3 Minuten Fussweg vom Helmholtzplatz entfernt. Ich liebe den Prenzlauer Berg, für mich das coolste Stückchen Großstadt auf unserem Planeten. Ich bin Berliner, 1055. Ich werde es immer sein. Schön, dass sogar die einzig globale Zeitung der Welt, die Financial Times, erkannt hat wie schön es hier ist.

Investment-Banker und das Phänomen der Eigen-Gruppe

Leiden Investment Banker am sozialen Phänomen der Eigen-Gruppe? Beurteilen Investment Banker deswegen den Rest der Welt als Fremdgruppe – mit der damit einhergehenden Abgrenzung und negativen Beurteilung? Ein Artikel der Financial Times handelt von Magdalena Sniegocka, einer Investment-Bankerin bei Nomura. Frau Sniegocka war Praktikantin bei Lehman Brothers und anschliessend für 2 Monate festangestellt, bevor Lehman Brothers implodierte und die größte Weltwirtschaftskrise seit 80 Jahren begann.

Lehman Brothers (Quelle: de.wikipedia.org)

Lehman Brothers (Quelle: de.wikipedia.org)

Von der auf Lehman Brothers Implosion folgenden Weltwirtschaftskrise und dem Anstieg von Staatsverschuldung, Arbeitslosigkeit und Insolvenzen bekam Magdalena Sniegocka nicht besonders viel mit. Die japanische Investmentbank Nomura übernahm einen großen Teil der Mitarbeiter von Lehman’s Europa- und Asienteams, unter anderem auch sie.

Wie steht es um die kollektive Psyche von Bankern, was ihre Gehälter angeht? Frau Sniegocka beispielsweise findet hohe Bankergehälter unter anderem deswegen gerechtfertigt, weil Banker alle sehr hart und lange arbeiten. Lange Stunden also als Grund für 700.000$ Bonus PRO Mitarbeiter bei Goldman Sachs?

Klingt nach Meinung von Lynda Gratton, Professor für Management Practices an der London Business School, plausibler als die von den Banken kolportierte Sicht, dass Investment-Banker durchweg besonders intelligente und fähige Menschen seien und deswegen Anspruch auf hohe Gehälter hätten. Gratton schliesst aus, dass besondere Begabungen aller Investmentbanker eine Rechtfertigung für hohe Bankersgehälter seien:

Interessanterweise gibt es bislang keine akademischen Untersuchungen, die nahelegen, dass Banker fähiger sind als andere Berufsgruppen.

Lynda Gratton weist in diesem Zusammenhang auf die Gefahr hin, die dieses Phänomen der Eigen-Gruppe / Fremd-Gruppe erzeugt:

Wenn Leute zusammen kommen und einander in ihren Meinungen zustimmen, können sie sich damit in ihrem Denken als Gruppe isolieren. Der nächste Schritt ist dann eine erhöhte Risiko-Bereitschaft, was Psychologen als risky shift bezeichnen.

Diese Risiko-Bereitschaft hatte dann ja die entsprechenden Folgen bei der Auswahl der Investments. Diese Risikobereitschaft auf der Suche nach vermeintlich hoher Rendite hat für Anleger und die Wirtschaft zu mehreren tausend Milliarden Verlusten geführt, an der die Wirtschaft noch heute knabbert – während die Gruppe, deren kollektiven Fehlentscheidungen wir das Fiasko verdanken, sich mittlerweile wieder Boni in Milliardenhöhe auszahlen will. Und so sieht auch für Magdalena Sniegocka die Welt seit den Lehman Brothers nicht so schwarz aus:

“Wir werden über den Kollaps der Lehman Brothers unser ganzes Leben reden.”, so Magdalena Sniegocka, Investmentbankerin bei Nomura, “Aber nach allem was passiert ist, finde ich, dass es eine super Gelegenheit war.”

Ist halt alles nur eine Frage, zu welcher Gruppe man gehört, oder?

Kreative Selbstzerstörung bei Microsoft

Der Begriff kreative Zerstörung geht auf den deutschen Volkswirt Werner Sombart zurück, wurde aber erst durch Joseph Schumpeter so richtig populär. Die Ideen zum Konzept gehen sogar bis zu Friedrich Nietzsche zurück. Jede ökonomische Entwicklung baut auf dem Prozess schöpferischer oder kreativer Zerstörung auf: durch die neuartige Kombination von Produktions- oder Prozessfaktoren werden dabei alte Strukturen zerstört.  Auslöser solch kreativer Zerstörung sind Innovationen. Ganz am Anfang jeder kreativen Zerstörung – und somit auch jeder öknomischen Entwicklung – steht also ein Wettbewerb in der Innovationsfähigkeit aller vorhandenen und neu auf den Markt drängenden Unternehmen.

Innovationen bei Microsoft

Ein Artikel in der NY Times von Dick Brass, seines Zeichens Vice President bei Microsoft von 1997 bis 2004, beschäftigt sich mit der fehlenden Innovationskraft von Microsoft. Es scheint, als ob das größte Software-Unternehmen der Welt kreative Zerstörung völlig falsch versteht. Anstatt alte Strukturen in seinen Zielmärkten zu zerstören, nimmt man bei Microsoft den Begriff kreative Zerstörung wörtlich – und zerstört jedes bisschen an Innovation und Kreativität, das die eigenen Mitarbeiter haben.

Broken Window (Quelle: http://www.flickr.com/photos/teamdroid/)

Broken Window (Quelle: http://www.flickr.com/photos/teamdroid/)

Dabei würden neue Ideen dem Unternehmen gut tun. Microsoft’s Image hat sich nie vom Kartell-Streit in Amerika und Europa erholt. Das Marketing der Redmonder ist seit Jahren hilflos, und viele Nutzer hassen die Software aus dem Hause Microsoft, was zu neuen Betriebssystemen, Browsern und Office-Paketen der Konkurrenz geführt hat. Bei allen Produkten verliert man Marktanteile (OS, Office, Browser) oder hat kaum welche (XBox). Dabei sind das Unternehmen und seine Produkte nicht halb so schlecht wie oft argumentiert. Immerhin ist sein Ex-Chef Bill Gates der größte Philanthrop der Welt, der auch viele seiner Mitarbeiter zur Philanthropie angeregt hat. Und mit Betriebssystemen und seinem Office-Paket hat Microsoft in den letzten 10 Jahren mehr als 100 Mrd.$ Gewinne gemacht.

Microsoft war am Anfang seiner Geschichte Meister in der kreativen Zerstörung. Microsoft hat die Nutzung von Computern vereinfacht und zu einem Massenmarkt gemacht. Sein Office-Paket ist auch deswegen so dominant, weil es in seiner Benutzerfreundlichkeit und Mächtigkeit unerreichbar ist. Was lief falsch? Warum hat Microsoft verlernt, innovativ zu sein?

Kreative Selbstzerstörung

Zwei Produkte dominieren die finanziellen Ergebnisse des größten Software-Unternehmens der Welt: das Betriebssystem Windows und das Office-Paket. Deswegen hat Microsoft immer sehr viel Geld, aber es hat auch deswegen ein Problem: neue Ideen haben es schwer, sich durchzusetzen, wenn sie nicht mit diesen beiden Power-Produkten zusammen hängen. Das Unternehmen hat, so Dick Brass, niemals einen richtigen Innovationsprozess eingeführt. Brass geht sogar so weit, dass er meint, man habe aktuell Prozesse geschaffen, um Innovationen im Keim zu ersticken! Trotz tausender brillianter Programmierer und des vielleicht größten Ideenlabors der Welt schafft es das Unternehmen ständig, seine visionären Denker zu frustrieren. Brass nennt zwei Beispiele:

ClearType

Eine Gruppe von Grafik-Experten hat einen Weg gefunden, Text auf dem Bildschirm darzustellen (ClearType). Es funktioniert, weil es die Farbpunkte von Flüssigkristalldisplays benutzt, um Buchstaben deutlich lesbarer zu machen. Obwohl wir es erfanden, um eBooks verkaufen zu können, hat es Microsoft einen riesigen Vorteil für jedes Gerät mit Bildschirm verschafft. Aber es hat auch andere Abteilungen im Unternehmen verärgert.

Ingenieure des Betriebssystems haben fälschlicherweise behauptet, dass es den Bildschirm beschädige, wenn bestimmte Farben benutzt werden. Der Chef des Office-Pakets sagte, es sei unscharf und erzeuge Kopfschmerzen. Der Vize-Präsident für Pocket Devices sicherte mir seine Unterstützung zu, wenn ich zustimmen würde, ClearType und meine ganze Abteilung in seiner Abteilung aufgehen zu lassen. Insgesamt brauchte ClearType trotz öffentlichen Beifalls, interner Förderung und mehrerer Patente mehr als 10 Jahre, bis es Teil von Windows wurde und auf den Markt kam.

(eigene Übersetzung)

Ein weiteres Beispiel:

Tablett-PC

Als wir im Jahre 2001 einen Tablett-PC entwickelten, entschied der Vize-Präsident des Office-Programms, das er das Konzept nicht mag. Unser Tablett damals brauchte einen Eingabestift, und er hing sehr an seinem Keyboard. Um sicherzustellen, dass unser Konzept nicht klappen würde, weigerte er sich, die Office-Anwendungen an unseren Tablett-PC anzupassen. Wenn man also eine Zahl in eine Tabelle eingeben oder ein Wort in einer Mail korrigieren wollte, musste man es in einem Pop-Up eingaben, das die Information dann an Office sendete. Ärgerlich, umständlich, langsam.

Und obwohl unser Tablett-PC vom Top-Management enthusiastisch unterstützt wurde und mehrere 100 Millionen Dollar an Entwicklungskosten verschlang, hat man im Unternehmen erlaubt, dass das ganze Projekt sabotiert werden konnte. Bis heute kann man Eingaben in Office auf einem Tablett-PC nicht direkt vornehmen. Und obwohl man wusste, dass Apple in diesem Jahr mit dem iPad auf den Markt kommen wird, hat man die Abteilung für Tablett-PCs bei Microsoft vor kurzem aufgelöst.

(eigene Übersetzung)

Gründe für die kreative Selbstzerstörung bei Microsoft

Teil des Problems ist der Fokus auf hochprofitable Software-Entwicklung anstelle von als hochriskant empfundener Hardware-Entwicklung. Die überlasst man anderen, verzichtet dadurch aber auf die Möglichkeit, integrierte Produkte wie das iPhone zu schaffen. Die Angst im Unternehmen, die von den Kartell-Ermittlungen rührt, hat zur Vorsicht bei der Entwicklung neuer Produkte geführt. Diese Vorsicht verlangsamt anscheinend die Innovationsprozesse. Und nicht immer, so Dick Brass, hat das Timing gestimmt – zu früh bei WebTV, zu spät beim iPod.

Ein weiteres Problem scheint der interne Wettbewerb zu sein. Die großen, erfolgreichen Abteilungen haben die Macht, Ideen kleinerer, neuerer Abteilungen zu zerstören, aufzuhalten oder entscheidend zu verlangsamen. Bei Apple scheint dieses Problem gelöst, weil Steve Jobs sehr stark in alle Design-Entscheidungen involviert ist. Bei Microsoft, so scheint es, kriegt das Top-Team nicht immer mit, was da unten im Gezank der Abteilungen alles so passiert. Es sieht so aus, als ob die Innovationsprozesse bei Microsoft unkontrolliert demokratisch seien, wobei die Stimmkraft den Profiten entspricht. Neue Abteilungen haben keine Profite und haben somit wenig zu sagen.

Für uns oder gegen uns – Dogmatische Kommunikationskultur des Weltklimarats

Der Vorsitzende des Intergovernmental Panel on Climate Change (IPCC), Rajendra Pachauri, ist großem Druck ausgesetzt. Es geht um den Klima-Report des IPCC aus dem Jahre 2007, wo in einer Zeile des ungefähr 1000 Seiten langen Reports die Behauptung aufgestellt wurde, dass bei Fortsetzung des aktuellen Trends der Klima-Erwärmung die meisten Gletscher des Himalajas im Jahre 2035 abgeschmolzen seien.

Rajendra Pachauri (Bildquelle: Wikimedia.org)

Rajendra Pachauri (Bildquelle: Wikimedia.org)

Dies fanden einige Anrainerstaaten merkwürdig, und so gab es beispielsweise ein Forschungsprogramm, finanziert vom indischen Umweltministerium, das herausfand, das viele der Gletscher im Himalaja wachsen und sich bei sehr vielen anderen die Abschmelzgeschwindigkeit dramatisch verlangsamt. Daraufhin wurde diese Untersuchung vom Vorsitzenden des IPCC, Rajendra Pachauri, als Voodoo-Wissenschaft abgestuft. Vor einigen Tagen kam dann heraus, dass das IPCC selber nicht besonders hochwissenschaftlich vorgegangen ist: die Jahreszahl 2035 bezieht sich auf einen Zeitschriften-Artikel, der nicht peer-reviewed (also von anderen Wissenschaftlern geprüft) ist. Zudem bezieht sich dieser Artikel auf Forschungen eines russischen Wissenschaftlers, und enthält einen peinlichen Zahlendreher – denn der Russe sieht die Gletscher nicht in 2035, sondern erst in 2350 abschmelzen UND hat seine Zahlen seitdem noch weiter nach hinten korrigiert, so Spiegel Online.

Chef des Weltklimarats wenig einsichtig

Rajendra Pachauri hat damit überhaupt keine Probleme, scheint es. Er zieht weder eine Entschuldigung in Betracht, noch denkt Pachauri über Rücktritt nach, so die Financial Times, den mittlerweile sogar der Chef von Greenpeace fordert. Grund gäbe es, denn immerhin hat Pachauri mit seiner Aussage zur Voodoo-Wissenschaft gerade diesen Punkt genug polemisiert und er hat anscheinend von diesem Problem mit der Jahreszahl seit mehreren Monaten gewusst. In einem Interview mit der Financial Times geht Pachauri in seiner Polemik noch weiter:

  • zu seinen Kritikern: “das sind Betrüger der übelsten Sorte”
  • woher die Kritik kommt: “sorgfältig vorbereitet” von “gewissen Firmen”, die um ihre Profite fürchten
  • um was für Leute es sich dabei handelt: “das sind die selben Leute, die eine Verbindung zwischen Rauchen und Krebs verneinen, oder die sagen, Asbest ist so gut wie kosmetisches Puder – ich hoffe, sie machen das irgendwann in ihre eigenen Gesichter”
  • wie man damit umgehen soll: “alle rational denkenden Personen werden sich wegen dieses einen Fehlers nicht dazu verleiten lassen, das Kind mit dem Wasser auszuschütten”
  • sind weitere Fehler möglich: “es gibt keinen Grund”, das zu glauben, denn “ich glaube das unsere Prozeduren, so gut wie sie nunmal sind, keinen anderen Fehler zulassen würden”
  • aber wie genau wurde geprüft: “Es ist nicht als ob wir alles ein zweiter Mal mit einem feinen Kamm durchkämmt hätten, um Fehler zu finden.”
  • “Ich werde nicht aufgeben, auch wenn einige Leute das wollen. Ich werde ihren Wünschen nicht folgen.”

Die Aussagen vom Vorsitzenden des Weltklimarats lassen sich zusammengefasst so darstellen: alle Kritiker sind “Betrüger”, die von “gewissen Firmen” bezahlt werden, weil die um ihre Profite fürchten. Alle “rational denkenden Personen” werden deswegen nicht aufhören, an die Inhalte des Berichts zu glauben – womit ja sozusagen alle Kritiker, und alle, die nun kaum noch Vertrauen in den Bericht des IPCC haben, nicht “rational” denken können. Die Prozeduren des IPCC sind gut genug, um jeden anderen Fehler zu vermeiden – außer diesen mit den Gletschern im Himalaja, wobei es aber laut Aussage Pachauris nicht so ist, dass irgendwas mehrfach gecheckt wurde. Auch an Rücktritt sei nicht zu denken, denn man hat das Gefühl, Pachauri wähnt sich auf einer göttlichen Mission, die nur eine höhere Macht beenden kann.

Ist Kommunikation das Problem der Umweltschützer?

Nun mag man der Klimaerwärmung gegenüber stehen, wie man will. Ich bin eher skeptisch, ob wir Menschen das alles verschuldet haben oder sich einfach das Klima des Planeten ständig ändert. Deswegen bin ich aber NICHT dafür, überall die Umwelt zu verdrecken und mit Müll zu beladen, oder sorglos mit Ressourcen umzugehen. Ich kann es bloß nicht leiden, wenn man mir vorschreibt, was ich denken soll. Ich bin am besten zu überzeugen, indem alle meine offenen Fragen beantwortet werden – statt mich als Feind hinzustellen, nur weil ich Fragen habe. Von dieser Art Kommunikation hatte ich in der DDR genug – und mir kommt es so vor, als ob die Diskussion rund um den menschlichen Beitrag zur Klimaerwärmung von den Überzeugten ähnlich geführt wird wie Diskussionen um unsere Gesellschaft in der DDR:

  • Du bist für uns – oder Du bist gegen uns.
  • Wenn Du gegen uns bist, kannst Du nicht rational denken.
  • Wenn Du gegen uns bist, bist Du ein Handlanger irgendwelcher kapitalistischen Firmen.
  • Wir haben immer Recht, also hüte Dich davor, Fragen zu stellen.
  • Diskutiere nicht rum, sondern glaube, was wir Dir sagen.
  • Das Denken kannst Du getrost uns überlassen – wir wissen so ohnehin besser und entscheiden für Dich, was gut und schlecht ist.

Solange die Diskussion in dieser Art und Weise geführt wird, werde ich skeptisch bleiben. Solange das IPCC keine Untersuchung einleitet, die prüft, welche anderen Aussagen im Bericht des IPCC nicht gehalten werden können, werde ich skeptisch sein.Und solange Rajendra Pachauri nicht verstehen will, welche Verantwortung für die Integrität seines Institutes und dessen Berichte er als Vorsitzender hat, braucht sich auch niemand wundern, dass die Skeptiker immer mehr werden.

Forderungen ans IPCC

Die Financial Times fordert in einem Editorial folgendes vom IPCC: Zum einen eine unabhängige Untersuchung des IPCC-Berichts von 2007, der von allen Thesen befreit werden sollte, die nicht beweisbar sind. Die Untersuchung sollte sich auch mit der Entscheidung des IPCC auseinandersetzen, nur Aussagen aufzunehmen, die im Rahmen eines wissenschaftlichen Konsens liegen. Ist es wirklich richtig, wissenschaftlich geprüfte, aber weitab liegende Untersuchungen zu unterdrücken, wenn das nur dazu führt, dass Klima-Skeptiker von einer frisierten Meinung sprechen? Außerdem beschweren sich viele Klimaforscher darüber, dass viele der Behauptungen des Klimaskeptiker nicht wissenschaftlich geprüft seien – alles was künftig in den Report kommt, muss geprüft sein. Und das IPCC muss seine gesamte Kommunikation überdenken – ein bisschen mehr Bescheidenheit dürfte auch dem Vorsitzenden Rajendra Pachauri gut tun.

Wir-Denken: Auf dem Weg zur Schwarm-Intelligenz

Das Internet hat uns auf unvorstellbare Art und Weise miteinander vernetzt. Wir lesen Blogs und betreiben selber welche, wir halten uns gegenseitig mit Twitter auf dem Laufenden und organisieren damit Revolutionen, wir schreiben unser Wissen in Online-Enzyklopädien und stellen unsere Fotos online. Wir gehen nicht mal mehr zur Bank, und vereinbaren mit dem Bürgeramt, immerhin eine zutiefst bürokratische deutsche Behörde, online Termine. Das Web ist so mächtig, dass es alles beeinflusst, was wir machen. Es ändert unser Leben, zum Guten wie zum Schlechten, und diese Entwicklung ist irreversibel.

Vernetzt durchs Internet: Erreichen wir die nächste Stufe unserer Existenz?

Einer der größten Vorteile ist die Vernetzung. Wir können kostenlos und mit wenigen Klicks ein globales Netzwerk an Freunden aufbauen und unterhalten. Wir können unsere Freunde mit Skype kostenlos weltweit anrufen, sie per eMail umsonst mit Informationen bespielen und ihren Aktivitäten auf Facebook folgen. Das Internet ist eine Plattform zum Teilen: Gefühle, Aktionen, Artikel, Fotos, Musik, Dienstleistungen, Ideen – wir teilen alles, so sehr wie keine Generation vor uns es jemals tat.

All das führt zu mehr Zusammenarbeit und Informationsaustausch, zu globaler Kollaboration. So gesehen ist das Internet unsere bislang beste Chance zur Bildung einer menschlichen Schwarm-Intelligenz. Das ist in keinster Weise negativ gemeint: Termiten beispielsweise sind in der Lage, Bauwerke zu errichten, die auf menschliche Maßstäbe hochgerechnet, mehr als 3.000 Meter hoch sind. Sie tun dies alles ohne Studium, ohne Projektmanagement-Software, ja sogar ohne ein einziges gottverdammtes Handy. Was sie in die Lage versetzt, ist ihre Schwarm-Intelligenz. Die macht aus tausenden kleiner blöder Viecher eine Hochkultur, die in der afrikanischen Savanne monumentale Wolkenkratzer mit Lüftungskonzepten, Fluchtwegen und Nahrungskammern errichtet.

Termitenhügel: Im Schwarm intelligenter? (Quelle: New York Public Library nypl.org)

Termitenhügel: Im Schwarm intelligenter? (Quelle: New York Public Library nypl.org)

Wir-Denken als neue Form des Denkens

In seinem Buch We-Think: Mass Innovation, Not Mass Production zeigt Charles Leadbeater unseren Weg in eine ähnliche Zukunft. Das Internet revolutioniert die Verbreitung von Informationen und Ideen, es demokratisiert sie: wir alle haben gleichermaßen Zugriff auf alle Informationen. Und wo der Informationsfluss gestört wird, suchen sich die Informationen ihren eigenen Weg. Deswegen lässt sich das Internet weder zensieren noch kontrollieren.

“Ich denke, also bin ich.”, sagte Rene Descartes im 17. Jahrhundert.

“Wir denken, also sind wir.”, sagen Menschen des 21. Jahrhunderts im Internet.

Die neue Form der vernetzten Zusammenarbeit, so Leadbeater, wird einige Industrien komplett umwälzen, andere Industrien leicht verändern und einige wenige Industrien überhaupt nicht berühren. Das Internet verändert aber auch unsere Gesellschaft. Es ermöglicht neue politische Plattformen (Piratenpartei) ebenso wie soziale Gerechtigkeit, zum Beispiel wenn sich Blogger gegen Abmahnungen wehren und die etablierten Medien das aufgreifen (Jack Wolfskin, Komsa, Deutsche Bahn).

Wie sieht es aus, das Wir-Denken?

Wir-Denken ist eine Form freiwilliger Kollaboration: Teile, Verfeinere und Verbreite Informationen. Das geschieht zum Beispiel in hervorragender Weise auf Wikipedia, wo mehrere hunderttausend Editoren nicht immer fehlerfrei, aber in dramatischer Geschwindigkeit Informationen zusammentragen, die denen kommerzieller Enzyklopädien gleich kommen. Wir-Denken läuft auf eine Auseinandersetzung mit dem alten, hierarchischen (Informations)system hinaus. Dabei wird die Kollaboration des Wir-Denkens nicht überall gewinnen. Am Ende wird es ein Spektrum geben mit Wir-Denken auf der einen Seite, und traditioneller Informations-Organisation, -Verarbeitung und -Verteilung auf der anderen.

Du wirst nicht nur darüber definiert, was Du besitzt. Du bist auch, was Du teilst. Das sollte unser Motto fürs nächste Jahrhundert sein.

Wir-Denken funktioniert aber nicht nur bei Wikipedia. Es klappt ebenso gut in der Wissenschaft (z.B. bei der Wormbase, einem Projekt zum Genome Mapping von C.elegans) oder bei Software, wo Linux durch Kollaboration freiwilliger Mitarbeiter entwickelt wurde. Diesen Projekte ist folgendes gemeinsam:

  • Kern hochmotivierter Mitstreitern mit viel Erfahrung, die eine Richtung vorgeben
  • nach einer Weile überlassen sie einen Teil der Aufgaben anderen, was die Community erschafft
  • Community öffnet sich für neue Mitstreiter und schlägt Konzepte und Werkzeuge vor
  • selbstregulierende soziale Struktur stellt sich ein (wobei der Kern oft viel Einfluss behält)

Die Mitstreiter nehmen an dieser Art von Projekten teil, weil es ihnen Spaß macht und sie von der Community Anerkennung erhalten (und ohne diese Anerkennung funktionieren somit auch keine Communities im Web).

Eine Idee wird in Bewegung gesetzt, indem man sie teilt.

Wir-Denken funktioniert bei Projekten sehr gut, die Alternativen zu kommerziellen Projekten sind. Ein Grund scheint zu sein, dass diese meist zu strikt innovativ sind, zu eng begrenzt im Fokus. Die kommerziellen Projekte lassen auch den Community-Charakter vermissen – und Wir-Denken im Web des 21. Jahrhunderts scheint immer dann zu funktionieren, wenn Anerkennung im Spiel ist. Deswegen neiden wir Sascha Lobo seine Follower-Zahlen – es geht um die Anerkennung, die damit verbunden ist.

Darüber hinaus ist Wir-Denken eine Alternative für hierarchische Geschäftsprozesse – es ist besonders stark in Projekten ohne erkennbares Ende wie Wikipedia und Linux. Wir-Denken nimmt die Verbraucher mit in die Pflicht für das Produktdesign. Anstatt einen Innovationsfluss vom Anbieter zum Konsumenten gibt es hier einen Innovationskreislauf, der Konsument und Anbieter vereint.

Was wird Wir-Denken uns bringen?

Einige Berufe werden sich vollständig verändern, so zum Beispiel der eines Bibliothekars. Waren diese Leute bislang damit beschäftigt, physische Sammlungen von Büchern zu ordnen, müssen sie künftig den Zugang zu digitalen Informationen erleichtern. Information online bereit zu stellen, verändert Journalismus, Wissenschaft, Musik und Buchverlage. Und, so Leadbeater, allein dabei reden wir über ca. 20 Prozent des Bruttosozialprodukts der entwickelten westlichen Welt.

Weitere 50%, so Leadbeaters Schätzung, werden nur leicht betroffen sein. Einige Firmen in diesen Industrien, die entweder hauptsächlich mit irgendeiner Komponente aus dem Industriezeitalter beschäftigt sind oder völlig ohne digitalisierte Informationen auskommen, werden das Wir-Denken trotzdem in verblüffender Art und Weise für sich nutzen können.

Charles Leadbeater führt viele Beispiele auf: medizinische Prozesse, bei denen Patienten die Verantwortung übernehmen, Open-Source-Designs, die über Software hinausgehen, Plattformen zur Steigerung der Kreativität durch Massen-Brainstormings und so weiter. Politik wird künftig im Web gemacht, wie man bei den Wahlen des US-Präsidenten sehen konnte und selbst Terroristen nutzen das Web zum Austausch ihrer Ideen. Das Web zerstört die hierarchische Ordnung der Dinge, so wie wir sie kennen.

Und nicht alles im Web ist gut. Die heute verfügbare Technologie macht uns zum gläsernen Surfer, so eine Meldung von Spiegel Online, und auf Facebook werden User auch gemobbt. All der Informationsaustausch im Web kann auch dazu führen, dass wir eine neue Form und dann besonders katastrophale Form des Gruppen-Denkens entwickeln, wo alle der Herde folgen und die Kreativität der Massen einem Sicherheitsdenken weicht.

We-Think von Charles Leadbeater ist ein fesselndes Buch und wird besonders den Lesern gefallen, die sich für die Zukunft des Internets und unserer Gesellschaft interessieren. Ich fand die Lektüre anregend – und bin gespannt auf die schöne neue Welt, die da vor uns liegt!

We-Think von Charles Leadbeater (Quelle: Amazon.de)

We-Think von Charles Leadbeater (Quelle: Amazon.de)

Kreative Wege, neues Personal zu testen

Wir sind alle Hamster in einem riesigen Karriere-Laufrad, so Klaus Werle in seinem Artikel Optimierungswahn: Karriereturbo mit Fehlzündung bei Spiegel Online. Fast alle jungen Menschen machen Trainings, Zusatzqualifikationen und Sprachlehrgänge, sammeln Erfahrungen in verschiedenen Abteilungen und im Ausland und sind auch, zum Beispiel wegen solch gut frequentierter Webseiten wie der Karrierebibel unseres (Über-)Bloggerkollegen Jochen Mai, auf alle möglichen Einstellungstests und Assessment-Center vorbereitet:

Sie quälen sich mit eingemeißeltem Lächeln durch Assessment Center, sie absolvieren Stationen im Ausland, im Vertrieb und im Controlling, um möglichst “breit aufgestellt” zu sein [..] alle sind selbstbewusst, topfit, kreativ und geben im Bewerbungsgespräch als “Schwäche” brav an, dass sie gern alles selbst machen würden, weil Ratgeber das so empfehlen. (Klaus Werle bei Spiegel Online)

Eine Schwierigkeit bei dieser Spitzen-Konformität ist dann, das geeignete Personal zu finden – das zum Team und zum Unternehmen passt. Zur Idee, die das Unternehmen verfolgt und zu den Menschen, die dort bereits arbeiten. Und ganz besonders gut sollten die neuen Mitarbeiter nun mal zum Chef passen – oder wenn man will, der oder die Chef(in) eben zu den neuen Mitarbeitern. Es ist wichtig, zu kommunizieren, ohne dass sich beide Seiten verstellen müssen.

Da die Bewerber sich mit Karrierebibeln, Bewerbungstrainings und unermüdlichem Fleiss auf Assessment-Center und Bewerbungsgespräche vorbereitet haben, und kleine Unternehmen ohnehin kein Geld für ein Assessment-Center übrig haben, stellt sich die Frage nach geeigneten Testmöglichkeiten für die gemeinsame Kommunikation. Ich bin auf folgende Ideen gestoßen.

Shopping Center Test! (Bildquelle: eslpod.com)

Shopping Center Test! (Bildquelle: eslpod.com)

Guy Kawasaki’s Shopping Center Test

In seinem Buch The Art of The Start schreibt Guy Kawasaki darüber, was Start-Ups beachten müssen (der Denkpass berichtete hier). Ein ganz wichtiges Problem für Startups ist, das richtige Personal zu finden. Start-Ups sind in einer besonderen Situation mit ständigem Wandel, meist sehr klein und häufig voll auf den oder die Gründer(in) zugeschnitten. Guy Kawasaki empfiehlt den Shopping Center Test:

Nimm an, Du bist im Shopping Center. Du siehst eine Bewerberin (oder Angestellte oder Partner oder Dienstleister) bevor sie Dich sieht. Jetzt kannst Du die folgenden Dinge tun:

  1. Geh rüber und sage “Hallo”.
  2. Wenn sie Dich bemerkt, ist es OK. Wenn nicht, auch.
  3. Renne zum Parkplatz, steig in Dein Auto und fahre in ein anderes Shopping Center 50 km weiter.

Du solltest Leute nur anstellen, bei denen Du Dich für 1. entscheidest. Das Leben ist zu kurz, um mit Leuten zusammen zu arbeiten, die Du nicht sofort leiden kannst. (eigene Übersetzung)

Wichtig sei außerdem, so Guy Kawasaki in seiner Präsentation zum Thema, dass man nur von der Idee des Unternehmens infizierte Leute anstellt, die zudem in ihrem Arbeitsgebiet besser sind als man selber sei.

Der Psychopathen-Filter von Markt und Mittelstand: Mehrere Gespräche quer durch alle Abteilungen

In der aktuellen Ausgabe (12/09 – 1/10 – leider keine Artikel verlinkbar) der Zeitschrift Markt und Mittelstand gibt es einen Artikel zum Thema Wie Psychopathen Unternehmen zerstören. Psychopathen sind Menschen, die ihr eigenes Glück sehr weit über das ihrer Mitmenschen stellen und keine moralischen Zwänge haben, diese Glücksgefühle rücksichtslos zu erreichen – auch auf Kosten anderer. Wie Untersuchungen gezeigt haben, so der Artikel, sind Menschen mit leicht ausgeprägten psychopathischen Merkmalen überdurchschnittlich oft am oberen Ende von Unternehmenshierarchien zu finden. Markt und Mittelstand schlägt zumindest für die Besetzung leitender Positionen – wo Psychopathen am meisten Schaden anrichten können – folgendes vor:

  • Checken Sie die Referenzen – rufen Sie bei den früheren Unternehmen an und verlassen sich nicht auf Zeugnisse. Und sprechen Sie idealerweise mit mehr als einem ehemaligen Mitarbeiter Ihres Bewerbers!
  • Lassen Sie den Bewerber mit verschiedenen Personen Ihres Unternehmens unabhängig voneinander sprechen. Je nach Hierarchie wird sich der Bewerber vielleicht unterschiedlich verhalten – und z.B. ein Gespräch mit einer Teamassistenz als unzumutbar empfinden.
  • Achten Sie auf Ihr Bauchgefühl – zu glatt, zu charmant, zu fehlerlos?

Das Verfahren testet also, ob die neuen Mitarbeiter nicht nur mit dem Chef gut zusammen arbeiten können, sondern auch wie sie sich anderen Mitarbeitern im Unternehmen gegenüber verhalten. Zudem sehen vier oder sechs Augen mehr als zwei.

Der Restaurant-Test von Mark Jones

In einem exzellenten autobiographischen Artikel schreibt Mark Jones in der Financial Times über den wandelnden Umgang von Journalisten mit ihren Spesen-Rechnungen. Um die mehr als 85.000 £ Spesen zu rechtfertigen, die Mark Jones in seiner journalistischen Karriere verballert hat, führt er die Vorteile für seine Arbeitgeber auf. Jones gibt folgenden Hinweis:

Das Socialising mit meinen Kontakten hat direkt zu Einstellungen geführt – nicht immer sofort, und manchmal überhaupt nicht. Aber ich habe so immerhin mehr als 40 Mitarbeiter in all den Jahren gefunden. Und meine größten Einstellungsfehler waren die, wo ich mir vorher nicht die Mühe gemacht habe, mit den Bewerbern gemeinsam Lunch zu haben.

Der Tipp ist also, mit den Bewerbern Essen gehen und schauen, ob es zwischenmenschlich funktioniert.

Unser Verständnis vom Ehrenkodex

Die Taten der Menschen sind bestimmt durch ihren kulturellen Hintergrund. Wie Malcolm Gladwell in seinem Buch Outliers zeigt, gibt allein die Herkunft eines Menschen einen soliden Korridor für seinen Umgang mit Beleidigungen vor. Gladwell untersucht im Kapitel “Harlan, Kentucky” Gewalt-Eskapaden im Wilden Westen der USA, bei denen sich häufig zwei Familien mit allen männlichen Angehörigen in einen für alle Seiten blutigen Konflikt schmissen.

Wohin das Auge reicht, im Wilden Westen gab es fast in jedem kleinen Drecknest einen oder zwei Fälle extremster Auseinandersetzungen zwischen Leuten mit ständig wiederkehrenden Familiennamen. Auslöser waren immer wieder kleinste Beleidigungen, deren gewaltsame Beilegung sich hochschaukelte bis zu stundenlangen Schießereien mit mehr als 100 Schützen. Warum gab es überall dieselben Gewaltmuster? Was war die Verbindung zwischen all diesen Taten?

Cowboys (Bildquelle: west.stanford.edu)

Cowboys (Bildquelle: west.stanford.edu)

Ein gefährliches Leben

Die Vorfahren der Einwanderer kamen in der Regel aus armen, europäischen Ländern. Fast durchgängig waren die Vorfahren keine Bauern, sondern Viehhirten, die in kargen Berggegenden lebten, in denen Ackerbau unmöglich schien. Darum auch zog es diese Menschen nach Kentucky, weil das Leben dort dem Leben in der Heimat so ähnlich war und dieselben Anforderungen stellte. Dabei hat das Leben eines Bauern einen großen Vorteil: es ist ein friedfertiges. Niemand kann einem Bauern ernsthaft etwas stehlen, es sei denn, man stecke viel Arbeit in Ernte und Abtransport.

Für einen Viehhirten sieht die Situation gänzlich anders aus. Eine Herde kann man entführen. Und so ist das Leben eines Viehhirten zwar nicht das eines Soldaten, aber immerhin das eines Mannes, der ständig bereit sein muß, sein Hab und Gut mit seinem Leben zu verteidigen. In solch einer Welt sind gute Familienbande von Vorteil – und die wichtigste Waffe im Kampf gegen Diebe ist der eigene Ruf. Abschreckung heisst der Name des Spiels, in dem Viehhirten Meister sind. Bereits der kleinste Kratzer am eigenen Ruf gefährdet das eigene Auskommen. Und so ist es kein Wunder, wenn der kritischste Moment im Leben eines angehenden Viehhirten seine erste Auseinandersetzung ist.

Kultur ist etwas mit viel Zeit

Auf diese Weise erklären sich die Gewalttaten im Wilden Westen und auch die Familienfehde zwischen den Howards und Turners in Harlan, Kentucky, bei der insgesamt fast 20 Menschen starben. Und obwohl im Süden der USA heute kaum noch Auseinandersetzungen beim Pokerspiel in tagelange Verfolgungsjagden und Mob-Angriffe ausarten, zeigt eine Untersuchung der University of Michigan vom Anfang der 90er Jahre, dass der Umgang mit Beleidigungen auch heute noch die Menschen der USA in Nord und Süd unterteilt. Experimente mit Studenten haben gezeigt, dass das beste Merkmal, um die Reaktion auf eine Beleidigung vorherzusagen, immer noch die Herkunft ist: Die Kultur der Viehhirten hat bis heute Bestand, ihr Ehrenkodex setzt sich im kollektiven Überbewusstsein der Südstaatler fort.

Das gilt dann wohl für alle Menschen, deren Vorfahren Hirten waren. Da ihre Kultur ihnen sagt, dass ihre Ehre ihr Auskommen sichert und die Familie immer zusammenhalten muss, benehmen sich die Nachfahren, obwohl von völlig anderer sozialer Herkunft und seit Generationen nicht mit Viehzucht befasst, genauso wie früher. Beleidigt man sie, reagieren sie über die Maßen aggressiv, so die Ergebnisse der Experimente an der University of Michigan.

Und heute?

Das erklärt dann auch, so würde ich sagen, die überhitzten Reaktionen einiger südländischer Mitbürger zum Beispiel im Straßenverkehr. Durch ihre Herkunft haben diese Menschen ein viel größeres Ehrgefühl als wir, und sind auch – wie neulich bei Spiegel TV zu sehen – schnell bereit, um ihre Ehre zu kämpfen. Da sagt der eine dem anderen in der Disco ein Schimpfwort, für das ich ihn nicht mal anschauen würde – und der Empfänger dieser Verbalinjurie kloppt drauflos und redet später von seiner Bereitschaft, den anderen umzubringen. Das geschieht doch offensichtlich deswegen, weil solche Menschen eine Kultur eingeflösst bekommen haben, in der Ehre eine große Rolle spielt, auch wenn der eigentliche Grund für diese Gewichtung gar nicht mehr existiert.

Daraus lassen sich zwei Lehren ziehen, finde ich. Zum einen ist klar, warum Beleidigungen für Menschen mit diesem kulturellen Hintergrund so fürchterlich weh tun. Da ist es offensichtlich klüger, sich diese Beleidigungen einfach mal komplett zu sparen. Zum anderen könnte die Betroffenen ja langsam mal anfangen, nach so vielen Jahren (im Falle von Harlam, Kentucky, immerhin mehr als 100) eine Kultur ganz leicht zu hinterfragen, in der vermeintliche Verletzungen ihrer Ehre immer gleich ein Anlass sind, eine Familienfehde loszutreten. Denn in ihren heutigen Berufen und ihrem heutigen sozialen Umfeld ist die Ehre allein nicht in der Lage, das Auskommen eines Menschen zu sichern. Und es war die Absicherung des eigenes Auskommens, die der Ehre erst diese Bedeutung hab.

Pimp my Denkpass: Jetzt auf dem iPhone!

Der Blogmillionaer hat wirklich sehr viele Tipps, wie man sein Blog pimpen kann (dafür mal an dieser Stelle ein webweites Dankeschön!). Einer dieser Tipps betrifft das WPTouch-Plugin für Wordpress, mit dem das eigene Blog auf den Touchscreens moderner Smartphones lesbar ist. Ich habe beides (Blog und iPhone), also habe ich dieses Plugin installiert.

Der Denkpass auf meinem iPhone

Der Denkpass auf meinem iPhone

Die Installation war spielend einfach. Anscheinend läuft alles ohne Probleme. Als Besitzer eines Smartphones, und zwar soweit ich sehen kann eigentlich jeden Smartphones, könnt ihr jetzt den Denkpass lesen, schnell einzelne Artikel aussuchen und sogar in den Tags und Kategorien wühlen. Ich bin begeistert!

UPDATE:

Weil es einfach ist, Wordpress mit neuen Plug-Ins zu versehen, habe ich gleich noch weiter gepimpt. Zwei weitere Plug-Ins, die der Denkpass nun verwendet, sind SexyBookmarks und Broken Link Checker.

Das SexyBookmarks-Plugin, bezieht seine Nützlichkeit dem  zweifelhaften Namen zum Trotz (der mir nun wieder haufenweise hirnlose Google-Anfragen schicken wird) daraus, am Ende von Artikeln diese netten Icons einzubauen, mit denen man den Artikel weiter empfehlen oder bookmarken kann. Interessant ist übrigens gleich das Icon ganz links, mit dem man auf Printfriendly.com landet, wo der Artikel druckerfreundlich angezeigt wird. SexyBookmarks ist leicht zu installieren, sieht toll aus und bietet erheblichen Mehrwert! (gesehen bei Karrierebibel)

Broken Link Checker arbeitet im Hintergrund und checkt periodisch die Qualität aller verwendeten Links. So kann ich gleich im Dashboard sehen, ob auf dem Denkpass Links ins Leere verweisen und diese entweder löschen oder bearbeiten. Nützlich, weil ansonsten die Leser ihre negativen Emotionen des leeren Links wegen auf den Denkpass fokussieren würden, oder? (gesehen beim Blogmillionär).