gregorgross am 14. Oktober 2014

Pickawood LogoPickawood ist ein Hamburger Startup, das maßgefertige Massivholzmöbel baut. Falls das keiner schnallt, steht der Name für “Wähl Dir ein Holz aus”. Die Produkte, die Du Dir dort aussuchen kannst, reichen von allen Arten von Regalen bis zu Kommoden und Tischen.

Das finde ich interessant, weil es ein Problem auf andere Art löst. Als ich in meine neue Wohnung zog, haben wir uns von einem Tischler ein paar Schränke bauen lassen. In dem Fall war ich nicht mit allem zufrieden, so dass mein großer Buchschrank und das Einbauregal für unseren Abstellraum von einem anderen Tischler gebaut wurden. Mit dem war ich zufrieden. Pickawoods Ansatz ist hier, dass es doch nicht so einfach ist, den richtigen Tischler zu finden. Die Tischlerbranche ist zersplittert, so dass es keine Schwarzen Schwäne gibt, die den Markt dominieren. Ergo lohnt es sich, ein Startup darauf auszurichten, einen Teil der Tischlertätigkeiten websuchenoptimiert anzubieten.

Pickawood: Maßgeschneiderte Massivholzmöbel

Pickawood: Maßgeschneiderte Massivholzmöbel

 

In Pickawoods Fall sind das alle Arten von Regalen. Dazu konstruiert man dann gemäss dem Ansatz von Günter Faltin, Gründen mit Komponenten, das Startup dahinter. Dann betont man in der Kommunikation die Nachhaltigkeit der verwendeten Hölzer (die es auch bei Tischlern gibt, aber deren Kommunikation betont das nicht so) und bietet auch noch an, dass die Kunden die Schränke selber zusammen bauen können (spart Geld, macht aber Arbeit – erhöht deswegen aber die Verbundenheit der Besitzer zum Möbelstück).

Das klingt für mich einleuchtend und ich ärgere mich, dass ich darüber nicht mal nachgedacht habe, als ich seinerzeit auf der Suche nach fähigen, bezahlbaren Tischlern für meine Schränke war. Ist wohl doch nicht so weit her mit meiner Kreativität. Letztendlich kann nun jeder, der diese Geschäftsidee für folgerichtig, zwangsläufig erfolgreich und nachhaltig hält, noch einsteigen: Denn gerade jetzt läuft für Pickawood eine Crowdinvesting-Kampagne auf dem Crowdfunding-Portal Dub.de.

Tags: ,

gregorgross am 10. Oktober 2014

Seit geraumer Zeit habe ich nichts mehr über Kreatives Problemlösen gepostet, dabei war das mal das Kernthema beim Denkpass. Gestern habe ich meine Dozententätigkeit an Hochschule für Wirtschaft und Recht in Berlin für 2014 abgeschlossen, und da geht es um Kreativ Probleme lösen. Dabei kam auch die Context Map zum Einsatz, die ich gegenüber der Darstellung in Gamestorming leicht abgewandelt habe. Ich will sie hier vorstellen.

Den Kontext des Problems erfassen

Der ideale Problemlösungsprozess (dargestellt übrigens von Min Basadur) sieht vor, zu Beginn das Problem zu verstehen und es dann auch möglichst viele verschiedene Arten zu definieren. Dabei gibt es eventuell Definitionen, die sich leichter lösen lassen als andere. Und so hilft dieses mehrfache Definieren des Problems dabei, das Problem möglichst effizient zu lösen.

Damit ich ein Problem möglichst oft verschieden definieren kann, muss ich das Umfeld des Problems verstehen, seine Auswirkungen, Ursachen, Manifestationen. Dabei hilft die Context Map:

Bild 1

Die Context Map ist in vier Bereiche aufgeteilt, die ich der Reihe nach kurz erklären will.

Emotionen, “politische Lage”

Dabei geht es um alle Gefühle, die alle Beteiligten zu dem Problem haben (vom Hausmeister bis zum Chef, falls es ein Problem in der Firma ist, oder vom Kind über die Oma bis zur Ehefrau, falls es um etwas Familiäres geht). Wie ist die politische Lage, was sind heilige Kühe, die man schonen sollte usw.

Kunden/Anwender (Bedarf/Problem)

Hier soll beschrieben werden, wer vom Problem und der Lösung betroffen ist, wie die Probleme für diese Anteilseigner des Problems aussehen, und welchen Bedarf sie an der Lösung haben.

Unsicherheiten

Unsicher ist alles, was wir nicht genau wissen rund um das Problem. Welche Informationen brauchen wir noch, um es lösen zu können? Das gehört alles hier rein.

Technologie-Faktoren

Mit welchen Technologien können wir arbeiten? Was wird der Einsatz kosten? Was erwarten die Anteilseigner am Problem für Technologie, damit sie unsere Lösung akzeptieren können?

Anwendung

Die Context Map, die ich hier nur skizzenhaft wider gegeben habe, malst Du einfach an die Wand oder die Tafel. Dann werden alle Bereiche mit den Infos gefüllt, die ihr zur Verfügung habt. Entweder per Zeichnen, oder mit Post-Its oder wie auch immer. Maximal 5 Minuten sollten reichen.

Anschliessend wird die entstandene Context Map diskutiert, am Ende gemeinsam freigegeben. So weiß nun das gesamte Team oder eben auch nur Du alleine, wie das Umfeld Deines Problems aussieht. Für künftige Kommunikation im Team (oder Du mit Dir selber, wenn Du Deine Erinnungen fragst, was noch offen oder unklar war z.B.) habt ihr nun eine gemeinsame Basis.

Die Context Map ist eins der relativ leicht anzuwendenden Kreativ-Tools und braucht deswegen nicht besonders viel Erklärung. Wenn Dir eine bestimmte Kategorie fehlt, kannst Du die Context Map leicht erweitern.

Tags: , , ,

gregorgross am 8. Oktober 2014

Bücher im September

Yann Girard, der ziemlich viel zu Lean Startup und Gründen ganz allgemein zu sagen hat, schreibt in seinem Newsletter öfter Mal was zu den Büchern, die er gerade gelesen hat. Bei ihm sind das zwar meistens Sachbücher mit Business-Bezug, aber wir stehen in losem Kontakt, das irgendwie zu synchronisieren und daraus gemeinsam so ein Blog/Buch-Ding zu basteln.

Da dieser Prozess sich aber hinzieht, lassen wir unsere Blog/Buch-Dinge doch einfach parallel laufen, dachten wir. Und so gibt's nun auch hier die Bücher des Monats September, sprich: die Bücher, die ich im letzten Monat las:

Der Überdruss von Mo Yan

Mo Yan hat einen Literaturnobelpreis erhalten, u.a. für dieses Buch, in dem ein Großgrundbesitzer während der Bodenreform erschossen wird, sich darüber in der Hölle beschwert und fortan immer wieder als Tier in seinem Dorf wieder geboren wird. Dabei erlebt er die Geschichte Chinas am eigenen Leib. Ich fand, es liest sich von Geschwindigkeit und Sprache ähnlich wie ein russischer Klassiker – und die fand ich schon immer am besten. Mehr zu diesem Buch habe ich erzählt, als ich der Frage nachging, denkpass@denkpass.de“>ob man als Schriftsteller nur dann schreiben darf, wenn man dabei war. Mo Yan vereint “.. mit halluzinatorischem Realismus Märchen, Geschichte und Gegenwart vereint.”, so die Begründung des Nobelpreis-Komitees, und ich kann nur zustimmen. Auf jeden Fall lohnenswert.

Die Auserwählten: Das Labyrinth und Die Brandwüste von James Dashner

Daran, dass ich zwei Teile dieser Serie in einem Monat gelesen habe (allerdings nicht direkt hintereinander), sieht man bereits, dass ich sie gut fand. Sehr spannend geschrieben, und durchaus für Erwachsene geeignet. Ein Junge wacht auf und weiß nicht, wo er ist. Er landet in einer Lichtung in einem riesigen Labyrinth, und findet dort ca. 50 andere Jungs vor. Ihre Aufgabe scheint zu sein, einen Weg aus dem Labyrinth zu finden. Der Grund, diese Bücher so schnell zu lesen, ist der meisterhaft konstruierte Plot: zum einen willst Du als Leser wissen, was die ganze Sache auf sich hat. Ganz ehrlich, am Ende des zweiten von drei Büchern weiß ich einige Dinge über das, was da läuft – aber es passt hinten und vorne noch in keinster Weise zusammen. Will sagen: es ist immer noch ein Rätsel, auf dessen Lösung ich neugierig bin. Zum anderen treibt der Plot, indem die Schraube ständig angezogen wird und die Gefahr für die Protagonisten ständig zunimmt. Langeweile kommt nie auf. Filmreif – und der Film zu Teil 1: Das Labyrinthläuft ja nächste Woche im Kino an.

Eine Tiefe am Himmel von Vernor Vinge

Auf Booklikes blogge ich über alles, was ich so lese. Dort findet man auch die Bücher, die ich in den letzten paar Jahren so gelesen habe (aber nicht alle, die ich las). Wenn man ein Buch dort als gelesen markiert, kann man es bewerten. Eine Tiefe am Himmel ist das erste Buch seit einiger Zeit, dass von mir 5 von 5 Sternen erhalten hat. Es geht um ein galaktisches Handelsimperium, das die Höhen und Tiefen der Entwicklung menschlicher Zivilisationen überwinden will. Als es auf einen neuen, bewohnten Planeten trifft, mit einer Zivilisation, die kurz vor dem Sprung ins Raumfahrtzeitalter steht, hofft man auf riesige Profite und neue Technologien. Aber es ist Konkurrenz am Start, die eine wirklich üble Sklavenhalter-Methodik entwickelt hat und die erste Schlacht gewinnt. Leider sind beide Seiten danach so angeschlagen, dass sie miteinander kooperieren müssen – woran sich aber verdeckt nicht alle halten. Vinge ist sehr gut darin, völlig fremde Wesen mit einer so glaubwürdigen Kultur, Geschichte und einem spezifischen Verhalten zu erschaffen, dass diese Wesen praktisch zu Freunden werden (in diesem Fall: Spinnen). Der Plot lässt sich Zeit, zum Finale zu kommen – aber das braucht er, denn die Form von Unterdrückung, die dort beschrieben wird, basiert auf totaler Überwachung. Und die lässt sich nur schlagen, wenn man das vorbereitet. Allerbeste SciFi – besser geht's kaum.

Sonnenfinsternis von Arthur Koestler

Ein Buch, das neben 1984 und Brave New World im Regal stehen sollte. Ein Klassiker, der sich mit totalitären Staaten auseinandersetzt. Koestler will zeigen, wie das damals zustande kam, dass einstige Parteigrößen in Russland bei internen Machtkämpfen verloren, angeklagt wurden und sich dann in öffentlichen Schauprozessen schuldig bekannten. Dienten sie so ihrer alten Idee, oder waren sie so zermürbt, dass sie so auf einen besseren Ausgang hofften? Sehr wichtiges Buch.

Outpost von Adam Baker

Zombie-Buch trifft es nicht ganz, weil die Viecher bei Baker etwas anders sind. Im übrigen mag ich aber Zombie-Bücher, und dies ist ein gutes. Warum mag ich sowas? Zum einen ist der Mensch des Menschen Wolf, und das ist in Zombie-Büchern am spannendsten. Darüber hinaus finde ich es schön, zu sehen, wie die Protagonisten durch die Überreste unserer Zivilisation stiefeln, die im Hintergrund zu sehen sind. Nichts ist mehr, wie es war – aber es sieht noch so aus. Und dabei wird Dir klar, wie fragil unsere Zivilisation ist und wie wenig kippen muss, damit wir mit ihr den Bach runter gehen. Dieses Buch spielt auf einer arktischen Ölbohrstation, und noch Tage später geisterte ein Satz durch meinen Schädel:

Mayday, mayday. This is Con Amalgam refinery Kasker Rampert requesting urgent assistance, over.

Und das war's für den September. Danke für eure Aufmerksamkeit.

Tags: , ,

gregorgross am 23. September 2014

In seinem Buch Schwarzer Schwan zeigt uns Nassim Nicholas Taleb neben vielen anderen Dingen eine gefährliche Denkfalle: die Round-Trip Fallacy. Dabei verwechseln wir allzu leicht die Abwesenheit eines Belegs für irgendeine Erscheinung mit dem Beleg der Abwesenheit dieser Erscheinung. Ein Beispiel:

Jahrhundertelang nahm man an, dass alle Schwäne auf der Welt weiß sind. Der Beweis: man sah immer nur weiße Schwäne. Die Abwesenheit eines Belegs für, sagen wir, *Schwarze Schwäne* wurde zum Beleg der generellen Abwesenheit für *Schwarze Schwäne*. Eine einzige Sichtung eines *Schwarzen Schwans* widerlegte Milliarden von Sichtungen weißer Schwäne, als jemand nach Australien fuhr.

Darüberhinaus haben wir ohnehin das Bestreben, nach Fällen zu schauen, die unsere Vermutungen bestätigen. Die Fälle, die unsere Vermutung widerlegen, ignorieren wir sehr gerne. Taleb schlägt deswegen vor, die Beweislast umzudrehen und anders heran zu gehen:

  • wenn ich ohne Ende weiße Schwäne sehe, weiß ich nicht, ob wirklich alle Schwäne weiß sind
  • wenn ich aber unter all den weißen Schwänen einen Schwarzen Schwan sehe, weiß ich, dass nicht alle Schwäne weiß sind

Wir kommen also durch negative Fälle der Wahrheit näher. Tausende Datenpunkte können nicht beweisen, dass wir richtig liegen, aber ein einziger Datenpunkt kann beweisen, dass wir falsch liegen. Dass wir falsch liegen, lässt sich viel gewisser sagen als dass wir richtig liegen.

Um diese Denkfalle zu umgehen, bezieht sich Taleb auf Karl Raimund Popper und schlägt folgenden Denkansatz vor: Wir formulieren eine mutige Aussage und versuchen, statt sie zu beweisen, sie zu entkräften.

Anwendung auf Lean Startup

Das passt doch gut zu den ersten beiden Phasen von #LeanStartup, Customer Discovery und Customer Validation. Auch da neigen wir dazu, nur nach positiven Bestätigungen unserer Geschäftsidee zu suchen – und die negativen Bestätigungen zu ignorieren oder uns schön zu quatschen. Das liegt eben an dieser Denkfalle, die oben beschrieben ist.

Besser wäre also, unsere #LeanStartup-Hypothesen anders rum zu prüfen: wir suchen nach Fällen, die diese Hypothese widerlegen. Wir versuchen, Schwarze Schwäne zu finden und ignorieren die vielen weißen Schwäne.

Eine ganz wichtige Erläuterung: wir suchen einen Schwarzen Schwan. Gegenteil bewiesen. Darum geht es nicht. Wir finden immer einen Kunden, der unser Produkt / unsere Dienstleistung genau jetzt nicht will. Das ist leicht, aber es beweist gar nichts.

Was wir versuchen, ist nicht, unsere Hypothese zu beweisen, sondern sie zu entkräften.

Ein Beispiel: unsere Hypothese lautet, unsere Zielgruppe hat ein Problem, das wir lösen können, und für diese Lösung sind die Kunden bereit, Geld auszugeben. Wir entkräften diese Theorie nicht, indem wir einen aus der Zielgruppe finden, der das Problem nicht hat, oder der das Problem hat, aber dem es scheißegal ist. Das ist nicht gemeint.

Es wird immer jemanden in der Zielgruppe geben, der das Problem gerade als nicht so wichtig einstuft oder genau jetzt kein Geld ausgeben will oder sonstewas. Das entkräftet unsere Hypothese nicht.

Aber statt nach Beweisen zu suchen, die unsere Hypothese bestätigen, suchen wir nach Beweisen, die sie entkräften. Gibt es dringendere Probleme für unsere Zielgruppe, als das, das wir lösen wollen? Gibt es kostenlose Workarounds, die eine Bezahl-Lösung aussichtslos machen? Übersteigen die Kosten, die Zielgruppe zu erreichen und auf das Problem aufmerksam zu machen plus das Problem zu lösen die zu erwartenden Einnahmen?

Dann wäre unsere Hypothese widerlegt und wir können uns einer anderen zuwenden. Bei dieser Art, die Hypothesen zu falsifizieren, laufen wir keine Gefahr, uns selbst zu überlisten.

Tags: ,

gregorgross am 8. September 2014

Und das hier ist der Beweis. Die Editorial App auf meinem iPad kann direkt in WordPress posten, und das geht einfacher als mit der WordPress-App.

Tags:

gregorgross am 4. September 2014

Auf dem Jahrestreffen der National Association of Life Underwriters im Jahre 1940 hielt Albert E.N. Gray eine Rede über Erfolg und was uns erfolgreich macht: The Common Denominator of Success. Das liest sich gut und man lernt was, also folgt hier eine kommentierte Kurz-Zusammenfassung.

Das Geheimnis des Erfolgs

Weil Albert E. N. Gray die Aufgabe übernommen hatte, eine Abteilung zu leiten, kam er auf die Frage, was Menschen erfolgreich macht. Ihm wurde klar, dass dies das wichtigste Wissen ist, dass er als Abteilungsleiter haben könnte. Also forschte Gray nach, las Biografien und Autobiografien und Dissertationen, die sich mit Erfolg beschäftigten. Ihm fiel auf, dass die Antwort auf seine Frage nicht nur darin zu suchen war, was sie taten, sondern auch, warum sie es taten. Dies war, was er fand:

Der gemeinsame Nenner des Erfolgs – das Geheimnis aller Menschen, die jemals erfolgreich waren – ist, dass sie eine Gewohnheit daraus machten, Dinge zu tun die Versager nicht tun wollen.

Das ist es. Das ist das Geheimnis: mache eine Gewohnheit daraus, die Dinge zu tun, auf die die anderen keinen Bock haben. Jetzt müssen wir nur noch herausfinden, was denn so die Dinge sind, die Versager nicht so gerne tun. Ganz generell, so Gray, sind das all die Dinge, die wir alle nicht so gerne tun wollen. Weil das immer noch ein weitgestecktes Thema ist (Dinge, die wir alle nicht gerne tun), widmet sich Gray dann den Dingen, die Lebensversicherer nicht gerne tun: Cold Calls.

Das passt gut, denn das ist etwas, was wir bei alpha-board und auch alle Startups und Gründer, die direkt vertreiben, nicht gerne tun. Wir rufen nicht gerne Leute kalt an, die wahrscheinlich genau in dem Augenblick, wo wir sie anrufen, nichts von uns hören wollen. Und weil wir sie nicht gerne anrufen, wollen auch gleich nicht einem definierten Prospecting-Prozess folgen, keine im Vorfeld überlegten Verkaufspitches nutzen, unsere Zeit nicht entsprechend organisieren, dass wir Zeit zum Telefonieren haben – und das alles nur, weil wir eigentlich nicht anrufen wollen, so Albert E. N. Gray. Ich stimme voll und ganz zu, für mich und für mein Vertriebsteam.

Wie man sich motiviert, unangenehme Dinge zu tun

Wie schaffen es die erfolgreichen Menschen, die Dinge zu tun, die niemand tun will? Sie motivieren sich dazu, diese Dinge zu tun, weil sie die guten Ergebnisse sehen, die sie so erreichen können. Die Versager tun nur die Dinge, auf die sie Bock haben und sind mit den Resultaten zufrieden, die sie so erreichen können (noch weiter: wenn wir so handeln, akzeptieren wir sogar, auf bestimmte Sachen zu verzichten, um bloß die unangenehmen Dinge weiter vermeiden zu können). Die erfolgreichen Menschen dagegen machen die unbeliebten Dinge zu ihrer Gewohnheit, um die noch besseren Resultate zu erreichen. Ihre Lust auf die besseren Ergebnisse übersteigt ihre innere Abwehr, die unbeliebten Dinge zu tun.

Menschen sind Gewohnheitstiere, so Gray. Wenn wir nicht bewusst gute Gewohnheiten schaffen, werden wir unbewusst schlechte Gewohnheiten haben. Für Vertriebler sehen die guten Gewohnheiten so aus:

  • Prospecting-Gewohnheiten
  • Anruf-Gewohnheiten
  • Verkaufsgewohnheiten
  • Arbeitsgewohnheiten

Albert E.N. Gray gibt einige Tipps, wie Du in diesen vier Bereichen Deine Gewohnheiten so einrichtest, dass Du immer den unangenehmeren Weg gehst, der Dir aber wegen eines größeren Verkaufstrichters zwangsläufig mehr Erfolg bringen wird.

Wichtig ist, dass Du diesen unangenehmen Dinge zu Gewohnheiten machst. Fange damit jetzt an! Um Dir eine neue Gewohnheit anzueignen, brauchst Du zuallererst einen Sinn: warum willst Du diese Gewohnheit haben? Wenn Du einen Sinn gefunden hast, warum Du das heute, morgen usw. bis in alle Ewigkeit tun willst, dann tue es. Jeder Tag, an dem Du diese neue Gewohnheit nicht tust, bringt Dich wieder an den Anfang zurück – also lasse nie einen Tag aus!

Der Sinn, den Du Deiner Gewohnheit geben musst, sollte übrigens praktisch sein. Gleichzeitig aber nicht rational oder logisch, sondern sentimental oder emotional. Das, was wir wünschen, treibt uns einfach länger an als das, was wir brauchen, so Gray.

Und nun?

Für mich stellt sich jetzt die Frage, welchen Sinn ich für mich im Unternehmen sehe, damit ich Gewohnheiten akzeptiere, die mir unangenehm sind. Und vor allem: wenn ich mit meinem Vertriebsteam unzufrieden bin, sollte ich mit ihnen darüber reden, warum sie im Vertrieb arbeiten. Und dann schauen, dass wir Gewohnheiten entwickeln, die unangenehmen Dinge zu tun. Immer und immer wieder.

Tags: , , ,

Der Lean-Startup-Crashkurs, den ich am 29. September 2014 von 14-16 Uhr im betahaus Hamburg machen werde, ist nun auch auf der Webseite des betahauses Hamburg online. Es gibt noch Tickets.

Und damit sich niemand wundert: den Workshop mache ich zusammen mit Matthias Patz (das betahaus trägt diese Info noch nach). Wir machen alles rund um Lean Startup gemeinsam. Wir sind die Lean Startup-Twins!

Was? Lean Startup Crashkurs im betahaus Hamburg
Wann? 29. September von 14-16 Uhr
Wo? betahaus Hamburg, Eifflerstraße 43, 22769 Hamburg

[UPDATE]:
Für den Teaser-Abend am 23.9. ab 19 Uhr sind die Tickets nun auch verfügbar.

Tags: , , ,

gregorgross am 29. August 2014

Wie bereits geschrieben, findet am 18. Oktober in Stuttgart das nächste Leancamp statt. Und auch um den versprochenen Rabatt habe ich mich erfolgreich bemüht. Hier ist der Rabatt-Code, der euch für die Tickets 20% Rabatt sichert:

denkpass

Tickets für das 3. Leancamp Stuttgart gibt's auf der Webseite. Das Leancamp ist eine multi-track Unconference. Ich werde auch da sein!

Was? 3. Leancamp Stuttgart
Wann? 18. Oktober, 10-17 Uhr
Wo? bei KPMG, Theodor-Heuss-Straße 5, 70174 Stuttgart

Mit dem obigen Rabatt-Code sichert ihr euch 20% Rabatt auf die Tickets!

Tags: , , , , ,

gregorgross am 27. August 2014

Genau jetzt bin ich auf dem #Berlin #MakerCamp #DemoDay, der in der Factory in Berlin-Mitte stattfindet. Das MakerCamp Berlin läuft einen Monat, dieser DemoDay ist sowas wie der Abschluss. Hier eröffnet Stefania Druga den DemoDay gerade:

Stefania Druga opening the MakerCamp Demo Day

Das MakerCamp lief den gesamten August und war die ganze Zeit in der Factory, in Sichtweite der ehemaligen Mauer, die man vom Maker-Container sehen kann. Auf dem Hof der Factory wurde ein Container aufgestellt, den die BSR gespendet hat. Die Teilnehmer haben diesen Container aus- und umgebaut und ihn zu einem Maker-Container gemacht, inkl. selbstgebautem 3D-Drucker, Lötstationen, Nähmaschine, Arbeitsplätzen und mehr. Alles, was verwendet wurde, kommt entweder von Sponsoren oder wurde selbst zusammen gesucht. Der Maker-Container soll selber eine Vorlage für weitere Maker-Container weltweit sein, die ähnlich aufgebaut und ausgestattet werden und dann dafür dienen, dass die Menschen das, was sie brauchen, selber bauen. Maker eben. Schaut auch das Blog vom MakerCamp Berlin an, um noch mehr zu sehen!

Schon während der Maker-Container ausgestattet und eingerichtet, also nutzbar wurde, fingen die Teilnehmer an, ihre eigenen Ideen umzusetzen. Hier eine Auswahl, die auf dem Demo Day präsentiert wurde (und es gab viel mehr, was dort gemacht wurde):

  • Janez präsentiert LED FlowerPot (kleine Arduino-Schaltung für Wasserstandsmessung und Beleuchtung von Blumentöpfen)
  • Ruby präsentiert Petricity (programmierbare Kuscheltierchen, damit Mädchen Zugang zum Programmieren haben)
  • Bokamoso präsentiert Energy Consumption Monitoring IoT (Elektrizitätsverbrauchsmessung angepasst an die Situation in Botswana)
  • Hanna präsentiert Maker Art for Kids (Kunst-Installationen aus Pfandflaschen und LEDs)
  • Susanne präsentiert 3D scanning for repairs with 3D printer
  • und einige mehr

Hier wird gerade das Elektrizitätsmonitoring von Bokamoso präsentiert (was mein Favorit ist):

Bild 2: Electricity monitoring for Botswana

Ich bin begeistert: was mir an diesem Projekt gefällt, ist dass es Leuten helfen kann, sich selbst zu helfen. Man kann da drin Dinge basteln. Man kann Sachen reparieren. Man kann Kindern programmieren, nähen, basteln, 3D-Druck und Holzbearbeitung beibringen. Leute können ihre eigenen Ideen in die Realität umsetzen. Ich finde, jeder Ort weltweit sollte einen Maker-Container haben.

Und in Berlin fing mal wieder alles an.

Tags: , ,

gregorgross am 27. August 2014

Am 23.9. bin ich in Hamburg im betahaus und bin einer von drei Teaser-Vorträgen rund um Informationsdesign, Verhandlungstraining und (jetzt komme ich) Lean Startup Intro. Es gibt drei Impulsvorträge und haufenweise Bier, sagt man mir. Eine Ankündigung ist noch nicht online, kommt aber noch.

Wann? 23.9. ab 19 Uhr
Wo? betahaus Hamburg, Eifflerstraße 43, 22769 Hamburg

Geteasert wird nämlich für unseren Lean Startup Crashkurs im betahaus Hamburg am 29.9. von 14-16 Uhr. Dort gehen wir insbesondere auf den ersten Teil von Lean Startup, das sogenannte Customer Discovery, ein.

Wann? 29.9. von 14-16 Uhr
Wo? betahaus Hamburg, Eifflerstraße 43, 22769 Hamburg

Für beide Veranstaltungen gibt's noch Tickets beim betahaus.

Die Veranstaltungslinks, wenn das betahaus Hamburg sie denn endlich veröffentlicht, reiche ich noch nach.

Tags: , , ,

%d Bloggern gefällt das: