Macht Wählen Sinn?

The New Rambler schaut sich das Buch ENLIGHTENMENT 2.0: Restoring Sanity to Our Politics, Our Economy, and Our Lives, by Joseph Heath an (Is Capitalism making us stupid?). Darin findet sich folgende rationale Betrachtung des Verhaltens eines Wählers:

In a large electorate, no individual’s vote is likely to change the outcome of an election. As a result, it doesn’t pay to be informed about politics nor to think about politics in objective and rational terms. Consider an individual who spends time and effort to be informed about politics. What does this individual receive in return for their investment? The same thing as the uninformed individual. Since better information doesn’t lead to better consequences, it doesn’t pay an individual to be informed.

Startup Weekend in Paderborn vom 8. bis 10. Mai

Vom 8.-10. Mai wird es ein Startup Weekend in Paderborn geben. Paderborn ist dieser Ort in NRW, wo erst der Papst hin kam, weswegen die dann in die 1. Bundesliga aufgestiegen sind. Oder so ähnlich war das wohl.

Was passiert auf dem Startup Weekend Paderborn?

Ein Startup Weekend geht über drei Tage (von Freitag bis Sonntag). Die Teilnehmer sind idealerweise gründungsaffine Designer, Entwickler, Studenten, Naturwissenschaftler und Ingenieure, die gemeinsam im Laufe des Wochenendes daran arbeiten, ihre Ideen in die Realität umzusetzen.

Begonnen wird am Freitag mit dem Ideen-Pitch. Um die besten Ideen sammeln sich Teams, die dann ab Freitag Abend gemeinsam ans Umsetzen der Ideen gehen. Am Samstag und Sonntag stehen dafür auch Mentoren und Experten zur Verfügung, die die Teams und ihre Ideen unterstützen.

Das Ziel ist, übers Wochenende die Idee soweit zu entwickeln, dass sie idealerweise ab Montag auf die Strasse gebracht wird. Am Sonntag-Abend gibt es einen Wettbewerb der Ideen, bei dem die besten Teams von einer Jury ausgezeichnet werden. 

Damit man das auch ein ganzes Wochenende aushält, ist für Essen und Trinken gesorgt. Die Tickets sind von der Sparkasse Paderborn gesponsort und kosten 50€.

Was? Startup Weekend Paderborn

Wo? Universität Paderborn, Warburger Straße 100, Gebäude Q

Wann? 8. Mai (ab 18:30 Uhr) bis 10. Mai (21 Uhr)

Tickets? kosten 50€, hier lang (inklusive Essen, Trinken und Material)

Computer-Vision lässt sich täuschen

Studenten des University of Wyoming Evolving Artificial Intelligence Laboratory arbeiten daran, Bilder zu erzeugen, die für Menschen wie weißes Rauschen aussehen, für KIs und DNN (deep neural networks1) aber als Bild gedeutet werden. Hier ein paar Beispiele aus dem Artikel von Cornell University (Images that fool computer vision raise security concerns):

Cornell University: Bilder, die KIs zur falschen Antwort bringen

Das zeigt, dass KI/DNNs auch getäuscht werden können, somit nicht unfehlbar sind. Diese Täuschungen können verwendet werden, um zu erfahren, was genau die KI/DNNs gelernt haben, so die Studenten.

Das rührt an eine der ältesten Diskussionen rund um künstliche Intelligenz: begreift ein Algorithmus, was er da tut – oder nicht? Und wenn nicht, welchen Sinn hat es, diesen Algorithmus zu bauen, da wir ja nichts Neues über sein Einsatzgebiet lernen.

Die untersuchten Algorithmen haben keine Ahnung, was genau eine Feuerwehr ist, aber sie können Feuerwehren von anderen Fahrzeugklassen unterscheiden. Also funktioniert die Täuschung der KI in diesem Fall so, dass diese Unterscheidungsmerkmale geliefert werden, aber eben nicht alle anderen Eigenschaften der Klasse. Das sieht man gut an dem Baseball oben, der nicht rund ist, aber die Nähte eines Baseballs vortäuscht.

Warum ist das relevant? Nun, auf diese Art und Weise würden sich beispielsweise auch DNNs im Bereich von Zugangssystemen täuschen lassen. Und wer nun behauptet: kein Problem, einfach das DNN auch mit Täuschungen füttern, das lernt es dann schon auszusortieren! Die Studenten haben das auch gemacht, und konnten die DNNs danach immer noch täuschen.

“The field of image recognition has been revolutionized in the last few years,” Yosinski said. “[Machine learning researchers] now have a lot of stuff that works, but what we don’t have, what we still need, is a better understanding of what’s really going on inside these neural networks.”


  1. Deep Neural Networks sind mehrstufige Neuronen-Netzwerke. Ein Netz von simulierten Neuronen wird durch Input erregt und erzeugt Signale. Dieser Vorgang wird angelernt, indem beispielsweise Testszenarien ausgewertet werden, bei denen die Signale mit der wirklichen Deutung des Szenarios verglichen und bewertet werden. Das Neuronen-Netzwerk verbessert so seine Ergebnisse, indem es lernt, wann es richtig und wann es falsch “gefeuert” hat. Ein tiefes Neuronen-Netzwerk entscheidet zuerst, ob es ein Tier oder einen Gegenstand sieht, dann welche Tierkategorie und dann welches Tier: Tier –> vierbeinig, groß –> Pferd –> Hannoveraner, beispielsweise.  

Faul oder brilliant

Was viel arbeiten und lange im Büro sitzen angeht, denke ich natürlich, ich weiß es besser als alle: weniger lange arbeiten, aber dafür hochkonzentriert, ist das Beste, was ich tun kann. Manchmal frage ich mich aber, ob ich nicht zu wenig arbeite. Ob ich nicht auch knüppeln sollte bis zum Umfallen.

Ich denke, dass es Gründe gibt, warum ich so arbeite, wie ich arbeite. Ich glaube nicht daran, dass man man mehr als 8 Stunden hochkonzentriert arbeiten kann. Ich halte selbst 6 Stunden konzentriert hintereinander denken für fragwürdig. Nach einer Weile kommen keine neuen Gedanken, und die Fehler nehmen einfach zu. Ich werde langsamer.

Allerdings muss man nicht den ganzen Tag am Stück mit hoher Konzentration arbeiten, sondern macht dann eben Mails oder Meetings oder was Lesen.

Ich sehe allerdings wenig Sinn darin, diese Arbeiten mit wenig Konzentration unnötig auszudehnen. Wenn ich da wenig pro Zeiteinheit schaffe, warum sollte ich das dann lange tun? Besser ist doch, nächsten Tag wieder kommen und hochkonzentriert diese Dinge schnell abarbeiten. Und es gibt zwar immer was zu tun, aber es bleibt ja nichts liegen.

Und ob die anderen erfolgreicher sind mit ihrer Vorgehensweise, weiß ich ja auch nicht. Klar, sie tun beschäftigt. Klar, sie schieben eine Welle, wie gut es ihren Unternehmungen geht und wie beschäftigt sie sind. Aber das heisst ja nicht, dass es ihnen und ihren Unternehmen wirklich gut geht und sie wirklich so viel tun müssten. Eventuell sind sie ja bloß damit beschäftigt, die Leere in ihrem Leben mit Aktivitäten zu füllen, die sie bestätigen. Und was die gutgehenden Unternehmen angeht, so wird da leider immer gelogen, so meine Erfahrung.

Tja, keine greifbaren Erkenntnisse hier. Ich bin entweder gefährlich faul oder zumindest was dieses Thema angeht ausnahmsweise brilliant. Was meint ihr?

Was ich am Web mag

Gestern Abend übe ich #Sketchnotes zu machen. Die Art und Weise, wie ich meine Notizen mache, gefällt mir nicht und ich glaube, Sketchnotes hilft mir, interessantere Notizen zu machen. Und so übe ich abends mit dem Sketchnote Handbuch von Mike Rohde. Das sieht dann so aus:

Mitten im Buch sind immer wieder einzelne Seiten von bekannten #Sketchnotern gezeichnet. Die zeichnen dabei auch ihre Twitter-Handles auf und ich folge ihnen, in der Hoffnung, tolle Sketches zu sehen. So folgte ich gestern Jessica Esch und schaute mir auch gleich ihre Bilder auf Twitter an. Ein Tweet gefiel mir besonders:

Und Jessica tweetete mir auch gleich eine Antwort:

Das nenne ich crossmedial: ich lese ein Buch, finde ein Twitter-Handle, tweete irgendwas und kriege eine Antwort. Und obwohl ich bei der aktuellen Form des Webs nicht so richtig glücklich bin, das jedenfalls mag ich am Web. Hier der Artikel über Roxie Collie Laybourne: Remembering a Groundbreaker.

 

Der Unsinn von Patenten

Eine Frage beschäftigt mich schon lange: sind Patente sinnvoll, um Innovationen zu schützen? Ich glaube nicht. Und eine aktuelle Forschungsarbeit sieht das genauso.

Robin Feldman (University of California-Hastings Law School) und Mark Lemley (Stanford Law School) untersuchen das in ihrem Artikel Does Patent licensing mean innovation.

Die Argumentation ist ja, dass der/die Erfinder/in Schutz braucht, damit er/sie sich überhaupt die Mühe machen, was zu erfinden. Die Erfindung soll also belohnt werden. Das geht zurück auf die amerikanische Verfassung:

To promote the progress of science and useful arts, by securing for limited times to authors and inventors the exclusive right to their respective writings and discoveries.

Wichtig ist in diesem Auszug limited time. Die Absicht der Gründungsväter (oder genauer: von Benjamin Franklin) war, dass die Erfindungen dann auch öffentliches Allgemeingut werden und die Gesellschaft voranbringen.

Wie Feldman und Lemley zeigen, entstehen durch Patentlizensierung keine neuen Innovationen. Die Lizenznehmer machten einfach weiter wie bisher, aber zahlten eben fürderhin ihre Lizenz.

Sogenannte NPE (non practicing entities, also Firmen, die Patente nicht selber anwenden, sondern nur lizensieren, oder auf deutsch: Patent-Trolle) sollen eigentlich eine Funktion als Vermittler zwischen Erfindern und der Industrie haben. Diese erfüllen sie aber in keinster Weise, so Feldman und Lemley. Das einzige, was sie machen, ist eine Patent-Rente kassieren (aber selber haben sie nix erfunden, nicht vergessen, und dem Erfinder zahlen sie auch nur wenig).

Zusammenfassend sagen Feldman und Lemley:

Patents simply have no role in the era of exponential technologies. We don’t need toll roads for innovation, we need faster highways.

Startups und der Sinn des Lebens

Anna Handschuh schreibt einen coolen Brief an Nellie Kroes. Kroes war bis vor kurzem EU-Kommissarin für die digitale Agenda und setzt sich seitdem für eine stark international orientierte Startup-Szene in Holland ein, die sich am Silicon Valley orientieren soll. Anna Handschuh schaut sich gleich mal die Startups an, die das holländische Startup-Delta so fördert:

einen weiteren Online-Payment-Service, einen weiteren Pizza- und Kebap-Bestellservice, eine Art „Hochsee-Installationssystem“, um noch den letzten Tropfen Öl auch unter schwierigsten Bedingungen aus der Erde zu holen, einen weiteren Reisevermittler für die billigsten Ferienangebote, einen weiteren Ticketservice für Events, eine weitere Online-Auktionsplattform und eine weitere App für Produktrabatte. Kurz: Mehr vom Gleichen. Alles, was der Konsument zu tun hat, damit das Start-up-Delta-Business läuft: Pizza bestellen, mit der Rabatt-App das kaufen, was er schon hat, und Discount-Urlaube auf fernen Inseln machen, bevor der steigende Meeresspiegel sie für immer schluckt.

Handschuh fragt sich, wie sinnvoll das ist. Ist es nicht besser, was anderes zu machen?

Aber warum lassen wir dann nicht die Start-up-Monokulturen der boy’s-networks in London, Berlin oder anderswo ihre Pizza-App-Unternehmen und Discount-Reisen als die heißesten Start-ups des Planeten feiern und wenden uns anderem zu?

Ja, das mit dem Hochjubeln machen wir in Berlin übrigens so gut und gerne, dass selbst die Startups in anderen deutschen Städten uns Berliner Startup-Affine kaum noch leiden können.

Bisher sind Berlin, Amsterdam und London eigentlich nur in einem richtig gut: Um die Wette klonen, was sich ein paar Jungs an der Westküste ausdachten, die Apps und Egg Freezing für unternehmerische Innovation halten.

Und das, was Berlin so gut kopiert, bezieht sich meistens auf mehr Konsum und noch mehr Werbung. Eine Wirkung ist, dass einige von uns langsam an einem Konsumüberdruss leiden, der uns entweder zu lebenslanger Isolation oder zu einer gemeinsamen Revolution verurteilt. Oder ist dieser Konsumüberdruss nur das leise Eingeständnis unserer hoffnungslosen Suche nach einem Sinn im Leben?

Angriff der Twitter-Bots

Mit Bot or not geht James Gleick vom New York Review of Books darauf ein, dass wir uns bereits in gewisser Weise in Sphären bewegen, in denen wir in Kontakt mit nicht-menschlichen Teilnehmern (sprich: Bots) stehen: die Twittersphäre!

Bot ist die Abkürzung von Robot. Im Falle von Twitter sind das auch keine sonstwie komplexen Maschinen, die in Kürze Gefahr laufen, ein Bewusstsein zu erlangen und die Weltherrschaft an sich zu reißen. Es sind kurze Code-Schnippsel, die auf bestimmte Ereignisse reagieren. Twitter selber schätzt die Zahl dieser Tweetbots auf mehrere Millionen.

Es gibt da beispielsweise diesen Comprised of-Tweetbot, der an die Militanten Grammatiker von Massachussetts aus David Foster Wallaces Buch Infinite Jest erinnert. Immer wenn dieser Bot1 einen Tweet mit comprised of findet, postet er mit Verweis auf die Wikipedia-Grammatikregeln, dass es besser wäre, composed of zu verwenden.

Wie James Gleick zeigt, antworten viele der darauf hingewiesenen Twitter-User, als ob sie einem Menschen antworten. Sie kriegen gar nicht mit, dass sie mit einem Bot interagieren. Wenn man will, erfüllt dieser Bot den Turing-Test: mit einem Menschen Konversation betreiben, so dass dieser denkt, er/sie quatsche mit einem anderen Menschen. Es ist natürlich leichter, in nur 160 Zeichen Menschlichkeit vorzuspielen als in einem richtigen Gespräch.

Diese Bots, so Gleick, erinnern ein bisschen an ELIZA. Die wurde 1966 von Joseph Weizenbaum am MIT erfunden, der damit dem Chinesischen-Raum-Argument von John Searle vorgriff: nämlich dass wir zwar einen Bot bauen können, der den Turing-Test schafft, aber dieser Bot, so Searle, wird niemals wissen, wovon er da redet: was ist ein Baum, ein Stein, ein Ei? Diese Bots reden über Dinge, die sie nicht begreifen. Sie können Verständnis vortäuschen, sind aber dumm und leer. Ein Bewusstsein hat so ein Bot nicht, so Searle, und wird es niemals erlangen.

Weizenbaum sah das wohl auch so und erfand ELIZA, um seinen Kollegen zu zeigen, wie leicht es ist, den Turing-Test zu manipulieren. ELIZA ist passiv und folgt immer dem, was der/die Interviewer(in) sagt: Warum fühlst Du so? Warum denkst Du xxx? Es fällt schwer, nicht auf ELIZAs vermeintliche Empathie reinzufallen: hier kannst Du testen, wie sich eine Unterhaltung mit ELIZA anfühlt!

Wenn Du checken willst, ob Du Dich mit einem Twitter-Bot abgibst, wird Dir Bot or Not helfen: das ist ein Projekt der Indiana University, dass einen Twitter-Account auf seine Menschlichkeit testet. Mein Twitterprofil, so das Ergebnis, ist zu höchstens 36% Wahrscheinlichkeit ein Bot und kein Mensch.


  1. Welches Geschlecht haben Bots eigentlich? Passend wäre doch wohl Neutrum, oder? 

Die Kosten unserer Aufmerksamkeit

In einem Artikel der NY Times gelesen (The cost of paying attention:

An airport lounge once felt rich with possibilities for spontaneous encounters. Even if we did not converse, our attention was free to alight upon one another and linger, or not. We encountered another person, even if in silence.

Heute ist das alles anders, so der Artikel: weil überall Werbung auf uns einprasselt (mittlerweile sogar in den Kisten, in denen wir unseren Krempel legen, wenn wir durch Security müssen), verschliessen wir uns und widmen uns Smartphone, noise cancelling headphones oder einem Roman. Für Kontakte oder gar nur Beobachtung bleibt kein Platz mehr.

Wir sollten Aufmerksamkeit ähnlich bewerten wie saubere Luft oder sauberes Trinkwasser.

Masern im Prenzl Berg

Im Prenzlauer Berg in Berlin haben wir gerade, wie in Kalifornien in den USA auch, eine akute Masern-Welle. Das liegt daran, dass insbesondere gebildete Eltern ihre Kinder nicht impfen lassen, so liest man. Dafür gibt es anscheinend zwei Gründe:

  • Angst vor den Folgen der Impfung
  • Wenn sich alle impfen lassen, brauche ich es ja nicht

Was die Folgen der Impfung angeht, so gab es mal eine Studie, die einen Zusammenhang zwischen Impfungen und Autismus nachgewiesen haben wollte. Diese Studie ist aber zwischenzeitlich nicht nur widerlegt, sondern sogar als betrügerisch eingestuft worden1. Leider lässt sich nachweisen, dass die Impfbereitschaft der Eltern nicht steigt, wenn man ihnen das erklärt und die rationalen Gründe gegen das Impfen sozusagen ausräumt, wie Marko Kovic in Die Top 9 Denkfehler und Fehlschlüsse von Impfgegnernzeigt (wo er die Denkfehler der Impfgegner der Reihe nach auflistet und erklärt).

Masern hat in 2013 auf der Erde übrigens mehr Kinder getötet als HIV oder Autounfälle! In den Entwicklungsländern sterben an Masern 225 Kinder pro Tag – im Prenzlauer Berg eins pro Jahr. Weil mittlerweile viele Entwicklungsländer vergleichbare Impfraten wie Kalifornien oder Prenzlauer Berg, werden sich die Zahlen künftig relativ annähern.

Eine Masern-Impfung kostet übrigens 1$, eine Behandlung von Masern in den USA um die 11.000$, so die Washington Post. Auch das ist ein gutes Argument für die Impfung.

Einen guten Überblick über die Komplikationen von Masern bietet Leigh Cowarts Artikel Measles is just the beginning:

  • Hirnschwellung
  • Blindheit
  • Ohrinfektionen bis hin zur Taubheit
  • schwerer Durchfall
  • Lungenversagen

Und weil nun Masern wieder aktive Erkrankungswellen erzeugen (statt durch flächendeckende Impfung ausgerottet zu sein), werden wir auch bald wissen, wie das mit der Langzeitwirkung der Impfung aussieht. Wer mal Masern hatte, ist sehr lange immun, bis zu 65 Jahre. Bei den Impfungen geht man leider nur von knapp 20 Jahren Immunität aus, da die Impfung ja schwächer ist und anscheinend auch schwächere Antikörper erzeugt als die Erkrankung. Das wäre dann schon absurd: weil sich einige Leute drauf verlassen, dass sich alle anderen gegen Masern impfen lassen, halten sie die Krankheit am Leben und gefährden somit in 2-3 Jahrzehnten exakt die vielen Menschen da draußen, wegen derer Impfung sie es sich jetzt vermeintlich leisten können, nicht zu impfen.


  1. Nachzulesen in: Godlee, F., Smith, J., & Marcovitch, H. (2011). Wakefield’s article linking MMR vaccine and autism was fraudulent. BMJ, 342(jan05 1), c7452–c7452. doi:10.1136/bmj.c7452 und in Deer, B. (2011). How the case against the MMR vaccine was fixed. BMJ, 342(jan05 1), c5347–c5347. doi:10.1136/bmj.c5347