Wie die Zeitschrift Das Parlament in der aktuellen Ausgabe schreibt (leider kann man deren Artikel nicht mehr so richtig verlinken - seit Ende April wird die Webseite nur noch sporadisch gepflegt!), sind im Jahr 2003 in 63 Ländern mehr als 2700 Personen zum Tode verurteilt worden. In 28 dieser Staaten wurden über 1.100 Menschen hingerichtet. Amnesty International weist darauf hin, daß sich zwar die Zahl der Länder, in denen Todesurteile und Hinrichtungen an der Tagesordnung sind, in 2004 verringert hat, die Anzahl der Urteile und Hinrichtungen jedoch gestiegen ist.
Todesurteile und Hinrichtungen sind auch Gegenstand des siebten Berichts der Bundesregierung über ihre Menschenrechtspolitik in den auswärtigen Beziehungen und in anderen Politikbereichen (Bundestagsdrucksache 15/5800). Dort findet sich dann übrigens unter Hinweis auf den Bericht von amnesty International der Fakt, daß mehr als 84 Prozent der Hinrichtungen auf dieser Welt in vier Ländern stattfinden. Diese vier Spitzenreiter im kontinuierlichen Verstoß gegen das grundlegendste aller Menschenrechte seien hier aufgezählt, um dem Betrachter die Möglichkeit für einen perspektivischen Blick zu geben:
• China
• Vietnam
• Iran
• USA
Da begibt sich die USA doch in gute Gesellschaft: ein Land, das man vor knapp 35 Jahren mit Krieg überzogen hat, ein Land, dessen Atomprogramm in Zukunft vielleicht zu einem gewaltsamen Konflikt führen könnte und ein Land, mit dem man sich gegenseitig Bömbchen auf Botschaften und Schüsse auf Erkundungsflugzeuge austauscht. Dabei ist der ganze Zwist doch kaum verständlich: zumindest im Töten von Verurteilten zieht man doch am selben menschenrechtsverachtenden Strang.
chiefpedro in Politische Notizen | TrackBack(0)