Vor einer neuen Saison haben erstmal alle Mannschaften in einer Liga null Punkte und null Tore. Manch einer freut sich da zum letzten Mal, denn so gut wird seine Platzierung nie wieder sein. Alle Mannschaften können nämlich guten Gewissens behaupten, auf dem ersten Platz zu stehen - auch wenn man ihn sich mit allen anderen teilen muß.
Das ist aber nur theoretisches Gesäusel. Einordnen in seine Tabellenberechnungssoftware muß man die Vereine ja trotzdem, und so gibt es natürlich bereits vor der Saison auch immer eine Mannschaft, die die Tabelle anführt. Je nachdem, in welcher Liga man bei welchem Verein auf den Internetauftritt schaut, erhält man so natürlich in einer Liga mit 18 Teilnehmern genau 18 verschiedene Auskünfte über den Tabellenführer - auf der jeweiligen Webseite findet sich immer die jeweilige Mannschaft ganz vorn. Blicken wir beispielsweise in die Oberliga im Nordosten der Republik, und da speziell auf den ehemaligen Serienmeister BFC Dynamo. Ganz oben in der Tabelle auf dessen Seite findet sich - natürlich - der BFC selber.
Eine Frage ist aber auch, wer dann ganz hinten steht? Beim BFC schiebt man den SV Falkensee/Finkenkrug ans Ende, wohl deswegen, weil man diesen Klub kaum kennt. Beim 1. FC Union, frisch aus der Regionalliga abgestiegen und voller Tatendrang, sich dort auch wieder hinzusiegen, verfährt man an der Spitze der hauseigenen Tabelle wie üblich, an deren Ende aber doch mit Vorbedacht. Dort findet sich nämlich eben jener BFC Dynamo, mit dem die Unioner eine ewige Hassliebe verbindet. Und da konnte man sich die Chance nicht entgehen lassen, in der Anfangstabelle der Saison den Stand einzugeben, den man sich eigentlich zum Ende wünscht: Union steigt auf, BFC steigt ab.
Zufall? Wohl kaum.
chiefpedro in Berlinerlei , Fussballerisches | TrackBack(0)