27.05.05

Einsteigen statt Aussteigen!

Wir sollten schnellstens unser Verhältnis zu Technik, zu Innovationen und zu neuen Produkten klären, fordert Friedrich Merz in einem Artikel in der Wirtschaftswoche 21/04:

Wir sollten das Wort "Aussteigen" aus unserem Sprachgebrauch streichen! Deutschland muss wieder einsteigen und zwar vor allem und in ausnahmslos alle Bereiche der Naturwissenschaften.
Allerdings versteht Merz auch die Atomenergie als zukunftsträchtige Energiequelle und fordert unüberhörbar den Ausstieg aus dem Ausstieg. Er hat trotzdem nicht Unrecht, wenn er die Gründe für anhaltende strukturelle Wachstums- und Beschäftigungskrise in der zunehmenden, regierungsamtlichen Technologiefeindlichkeit unseres Landes sucht.

Wohlgemerkt, Merz plädiert für sorgfältige Abwägung von Risiken, nicht deren bedingungsloses Eingehen. Wir fragen uns ins letzter Zeit immer nur nach Risiken, nicht aber nach den mit ihnen verbundenen Chancen, so Merz. Wir sollten an die Technikbegeisterung und den Erfindungsgeist anknüpfen, der die Wirtschaft und die Ingenieure des Landes einst stark und weltberühmt gemacht hat. So fordert Merz, innerhalb von zehn Jahren in allen technischen Disziplinen einen der vorderen, internationalen Ränge zu erobern. Starten muss dies in der Schule, mit einem Schwerpunkt auf Naturwissenschaften. Es ist die einzige Chance, die uns bleibt.

Schade nur, daß Friedrich Merz in Angela Merkels Planungen für ihr Schattenkabinett keine Rolle zu spielen scheint. Er wäre womöglich einer von wenigen intelligenten Politikern in unserer nächsten Regierung. Und wahrscheinlich der einzige mit einer Vision.

chiefpedro in Politische Notizen | TrackBack(0)
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