17.04.05

Kooperation mit dem Teufel

Einen lesenswerten Abriß der historischen Entwicklung der Zusammenarbeit des israelischen Geheimdiensts Mossad und des BND kann man in der aktuellen Ausgabe der Zeitschrift Das Parlament finden. Begonnen hatte das Ganze im Winter 1958 und wird seitdem intensiv fortgesetzt. Dabei gab es zumindest anfangs verständlicherweise einige Vorbehalte:

Weniger als zehn Jahre nach Kriegsende, hatten viele Mossad-Beamte entweder selbst den Holocaust überlebt oder Familienangehörige in den Konzentrationslagern der Nazis verloren. Viele von ihnen lehnten eine Zusammenarbeit mit den Deutschen ab, besonders mit Gehlen, der während des Dritten Reichs einen solch hohen Rang innegehabt hatte. Isser Harel wusste jedoch, dass sein Dienst strategische Partner finden musste, um Informationen über die arabischen Staaten zusammen zu tragen. "Für Israels Sicherheit werden wir sogar mit dem Teufel kooperieren", sagte er und akzeptierte eine begrenzte Zusammenarbeit mit dem BND.

chiefpedro in Politische Notizen | TrackBack(0)
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