16.04.05

Stupid White Men by an Angry White Man

Vor einiger Zeit, eigentlich noch vor der Wiederwahl von George W. Bush, hatte ich die Zeit gefunden, Stupid White Men von Michael Moore zu lesen. Seitdem lag es, mit Notizen versehen, irgendwo versteckt auf meinem Schreibtisch. Weil nun aber meine Anmerkungen nicht völlig umsonst gewesen sein sollen, möchte ich einige Eindrücke - in kürzest möglicher Form - letztlich doch noch widergeben.

Das Buch liest sich zum Teil sehr schwer, weil Michael Moore die Distanz eigentlich nie wahren kann. Gerade die Distanz aber hätte der Sache besser getan. Die Detailfülle, mit der Moore seine Behauptungen liebevoll zu untermauern versteht, und die ellenlange Angabe von Referenzen führen dazu, daß das Buch sich wie ein gut betriebenes Blog liest. Moore sollte bloggen, und mittlerweile macht er das ja auch. Auf der anderen Seite verdient man mit Blogs kein Geld, mit Büchern aber schon. Michael Moore scheint auf sowas zu achten.

Alles, was Moore in Stupid White Men schreibt, klingt soweit (folge-)richtig. Moore glaubt an seine Sache. So wie er schreibt, in seinem persönlichen Stil, kostet er seiner Sache aber mehr intelligente Anhänger, als er ihr halbintelligente zu bringen vermag. So geltungsbedürftig, wie Moore ist, ist das sogar beabsichtigt. Die Sache ist zu aller Erst SEINE Sache.

Und das war es auch schon, was mir zu diesem Buch einfiel.

chiefpedro in Literatur | TrackBack(0)
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