Interessante Zahlen zum Thema Erbschaft finden sich in Ausgabe 8/2005 der von der Bundeszentrale für politische Bildung herausgegebenen Zeitschrift Aus Politik und Zeitgeschichte. Am Rande ihres Artikels Dialog der Generationen haben die Autoren Volker Amrhein und Bernd Schüler Zahlen des Globus vom 13.2.2004 verwendet, die einen Blick auf die Größenodnung der infolge des Ablebens von Bundesbürgern stattfindenden Finanzverschiebungen erlauben.
So wandern jährlich rund 50 Mrd. Euro in die Taschen der Erben, in Form von Erbschaften oder diesem Transfer vorgreifenden Schenkungen. Über 500.000 Haushalte treten nach Sterbefällen die Erbfolge an und profitieren im Schnitt von 65.000 Euro Vermögenszuwachs (Ost und West profitieren übrigens unterschiedlich mit durchschnittlich 16.000 oder 70.000 €). Weitere 300.000 Haushalte erhalten Schenkungen in Höhe von durchschnittlich 30.000 Euro (West: 32.000, Ost 20.000 Euro).
Bleibt zu erwähnen, daß einige Haushalte besonders profitieren - die der Bundesländer. Mit rund 3,3 Mrd. Euro Erbschaftssteuer nahmen sie knapp zwei Prozent ihrer Steuereinnahmen ein. Hat ja keiner gesagt, daß der Tod nicht auch schöne Seiten haben kann, nicht?
chiefpedro in Politische Notizen | TrackBack(0)