03.01.05

Körperloses Spiel

Basketball sei ein Sport für Ästheten, sagt man. Ohne sich zu berühren, jagen die Spieler im zweitschnellsten Mannschaftssport der Welt über das schimmernde Parkett, wirbeln in einstudierten Bewegungen umeinander und lassen den Ball von Hand zu Hand tanzen, bis er in hohem Bogen im Korb verschwindet. Harte Fouls, sich am Boden windende, vor Schmerz (oder, wie oft in der italienischen oder spanischen Variante zu bestaunen: vor Schauspielerei) verkrümmte Körper attackierter Spieler seien im Basketball überflüssig - denn das sei etwas für Barbaren, so die Fans des Sports.

An Barbaren fühlt man sich aber auch erinnert, wenn man von den Eskapaden des Trainers von Basketballbundesligist Artland Dragons hört. Jener, Chris Fleming mit Namen, ist in einer Doppelfunktion auch für die deutsche U20-Auswahl verantwortlich. Und in seiner Vorbildfunktion als Auswahltrainer für basketballspielende Teenager ist sich Chris Fleming nicht nur nicht zu schade, die Schiedsrichter eines Spiels wüst zu beschimpfen, sondern dem Manager des erfolgreichsten deutschen Basketballteams nebenher mal so richtig Keile anzudrohen.

Sage da noch einer, Basketball ist ein Sport für Weicheier...

chiefpedro in Allgemein | TrackBack(0)
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