26.12.04

Erfahrungen als Amateurdarsteller

Das Krippenspiel in der Adventkirche an der Danziger Straße wurde - soweit das feststellbar war - vom Publikum sehr gut aufgenommen. Die Dramaturgie war ja von einem theatererfahrenen Ehepaar mit Hinblick auf die anwesenden Kinder zusammengestellt worden (oder wie der Pfarrer in seiner Einführung es benannte: ein Stück für junge Herzen). Höhepunkt waren sicherlich die drei Könige, die auf Pferd, Kamel und Elefant durch den langen Gang geritten kamen. Gerade der dilettantisch-eifrige Einsatz bei der Kostümgestaltung der Tiere stieß auf die größte Gegenliebe.

Persönlich brachte mir die Teilnahme mehr, als ich je erwartet hätte. Nicht nur daß die Proben unheimlich viel Spaß gemacht haben. Gerade bei der Vorstellung selber hat man die eigene Darbietung und die der anderen Darsteller in einer Intensität erlebt, die ich nicht für möglich gehalten hätte (hervorzuheben sei an dieser Stelle der Gesang der Verkündungsengelin). Der abschließende Applaus von mehr als fünfhundert Zuschauern bestätigte unsere Anstrengungen. Dabei habe ich den Beifall nicht im Sinne einer mir zustehenden Leistung verstanden, sondern als Billigung der meinerseits erduldeten Mühsal, dem Publikum eine unterhaltsame Zeit zu bereiten. Also nicht ein Herab-Hinauf, sondern ein Geben und Nehmen auf einer Ebene.

Zwei Dinge habe ich gelernt:

1. Beifall ist geil.
2. Das war das weihnachtlichste Weihnachten, an das ich mich erinnern kann.

Daher gilt mein Dank den Organisatoren des Krippenspiels (die mich in meine Rolle nötigten), den anderen Darstellern (die die Proben so unterhaltsam ablaufen ließen) und dem Publikum (für seine erwartungsvolle Aufmerksamkeit). Ich glaube, im nächsten Jahr nötige ich die Organisatoren zu meiner Teilnahme.

chiefpedro in Allgemein | TrackBack(0)
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