20.09.04

Hoch-Tiefstände in Sachsen

Bei jeder Wahl haben die Parteien in den jeweiligen Ländern Hochburgen - und als Gegenteil Gemeinden, wo sie sich schwertun. Wie diese in Sachsen lauten, zeigt die Landeswahlleitung hier:

CDU
• Hochburg - Panschwitz-Kuckau 67,0 %
• Debakel - Heuersdorf 14,9 %

SPD
• Hochburg - Markkleeberg, Stadt 18,0 %
• Debakel - HRalbitz-Rosenthal 2,6 %

PDS
• Hochburg - Tannenbergsthal/Vogtl. 38,1 %
• Debakel - Panschwitz-Kuckau 10,6 %

Grüne
• Hochburg - Heuersdorf 32,4 %
• Debakel - Seiffen/Erzgeb. 0,8 %

FDP
• Hochburg - Crostwitz 14,8 %
• Debakel - Heuersdorf 0,0 %

NPD
• Hochburg - Reinhardtsdorf-Schöna 23,1 %
• Debakel - Markkleeberg, Stadt 4,2 %

Welche Muster kann man erkennen? Heuersdorf ist fest in grüner Hand, Christdemokraten und Liberale haben dort wenig zu lachen. In Seiffen/Erzgebirge sind Grüne dagegen sehr unbeliebt. Was sagt das über die Natur des Kurortes aus?

In Panschwitz-Kuckau scheint Hartz-IV den Wahlkampf nicht beeinflußt zu haben: die CDU gewinnt mit Zweidrittelmehrheit und die PDS - generell stark in den neuen Ländern - hat keine Chance. Auch in Markkleeberg Stadt scheinen die Parteien vom radikalen Rand wenig Glück mit ihrer Anti-Hartz-IV-Kampagne gehabt zu haben - kann dort die SPD doch ihr bestes Ergebnis verbuchen und die NPD ihr schlechtestes.

Und was ist in Reinhardtsdorf-Schöna los? Dort hängen die Fahnen hoch und die Reihen sind fest geschlossen. Gute Nacht, kann man da nur wünschen.

chiefpedro in Politische Notizen | TrackBack(0)
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