Geld stinkt nicht. Scheisse schon. Vor allen Dingen Hundescheiße, denn die liegt meist einige Zeit herum. Zumindest in der Bundeshauptstadt.
Was erhält man bei der Vereinigung dieser bahnbrechenden Erkenntnisse? Geld, das nach Scheisse stinkt? Scheisse, die nach Geld stinkt?
Die Antwort findet sich im Berliner Abgeordnetenhaus. Dort gab es eine Kleine Anfrage des Abgeordneten Karl-Georg Wellmann (CDU), die sich die Ausgaben des Berliner Senats für Hundekotmobile und die Einnahmen des Landes durch die Hundesteuer zum Inhalt nahm. Folgende Antwort gab es von der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung:
• Anschaffungskosten für 10 (!) Hundekotmobile im Jahre 1998 - 270.000 €
• Betriebs- und Unterhaltskosten dieser Hundekotmobil-Flotte pro Jahr - 800.000 €
• Einnahmen durch Hundesteuer im Jahr 2003 - 11.357.258,87 €
Sollten also keine weiteren Kosten anfallen - beispielsweise für Hundesprachkurse, Hunde-Umschulungsmaßnahmen oder Hunde-Sozialhilfe - verdient die Stadt an Hunden und ihrer Scheiße mehr als 10 Milionen € im Jahr. Geld stinkt eben nicht.
Scheiße aber schon. Und die bleibt angesichts der kümmerlichen Beseitigungsmaßnahmen seitens des Berliner Senats länger liegen, als einem lieb sein kann. Wenn man sich denn zu den Fußgängern, Rasenlatschern und Naherholungsfreunden zählt. Die scheinen beim Berliner Senat allerdings keine große Lobby zu haben ...
chiefpedro in Politische Notizen | TrackBack(0)