25.08.04

Versoffenes Journalistenpack schlägt eiskalt zurück!

Wie von Tobias Müller festgestellt, hat Spiegel Online auf die Hinweise des Denkpasses reagiert und seinem Bericht über Microsofts Schimpfeskapaden gegen die überwiegende Mehrheit der spanisch sprechenden Bevölkerung nachträglich folgende erklärende Zeile angefügt:

In einigen Ländern, wie Nicaragua, sei "hembra" jedoch ein Schimpfwort und bedeute Hure.
Bei diesen lokalen Differentiationen die Feinheiten der spanischen Sprache betreffend versagen naturgemäß die besten Suchmaschinen und Übersetzungshilfen. Des Spiegels Journalisten können also durchaus recht haben, was Microsofts Fauxpas angeht: Frauen mit Hure anzusprechen ist unverzeihlich.

Wie der Spiegel im Rahmen dieser Posse aber selber demonstriert hat, rutscht dieser Fehler allzu leicht unter dem Radar durch. Denn eigentlich haben sie den Fehler von Microsoft reproduziert - nur in gespiegelter Form. Wo Microsoft das Wörtchen hembra für eine unproblematische Übersetzung von Frau hielt, und lokale Deutungen als Hure übersah, hat Spiegel Online das Wörtchen hembra global als Hure gedeutet und dabei die Bedeutung als Frau übersehen.

Was lernen wir daraus? Nicht viel. Und rein gar nichts wirklich Weltbewegendes. Aber das sind wir vom Denkpass ja gewohnt, oder?

chiefpedro in Allgemein | TrackBack(0)
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