09.08.04

Richard M. Nixon tritt zurück

Exakt heute vor dreißig Jahren, am 9. August 1974, trat Richard Nixon als erster Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika von seinem Amt zurück.

Er wäre ohne diesen Schritt der erste Präsident geworden, der seines Amtes enthoben worden wäre. Grund dafür war die Watergate-Affäre, bei der Mitglieder von Nixons Wahlkampfteam bei einem Einbruch in das Wahlkampfzentrum der Demokraten in ebenjenem Watergate-Komplex überrascht worden sind. Wie sich später herausstellte, geschahen dieser Einbruch und ähnliche Vorgänge mit Kenntnis und schweigender Billigung eines ansonsten aus internationaler Bühne brillant agierenden Präsidenten.

Was Richard Milhouse Nixon damals seinen Job kostete, würde es heutzutage nicht mal in die Printmedien schaffen. Verglichen mit den sechziger und siebziger Jahren hat sich das politische Klima in Amerika nach zwischenzeitlichen Hochständen Mitte der 90er Jahre jedenfalls nicht verbessert.

Man befindet sich in einem Krieg, der von einem großen Teil der Amerikaner nicht unterstützt wird. Der Präsident sieht sich Anschuldigungen ausgesetzt, die seine Redlichkeit und Wahrheitsliebe in Frage stellen. Es laufen Gerichtsverfahren gegen amerikanische Soldaten, in denen Informationen manipuliert werden und versucht wird, die Schadenseinwirkungen mit aller Macht von den oberen und obersten Hierarchiestufen des amerikanischen Militärs fernzuhalten. Das Haushaltsbudget weist riesige Defizite auf.

Oder wie es Hunter S. Thompson so treffend formulierte:

Compared to these jerks we have in the White House now, Richard Nixon was a flaming Liberal.

chiefpedro in Politische Notizen | TrackBack(0)
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