Der Deutsche Sprach-Rat, schon vom Namen als selbsternannter Hüter der deutschen Sprachkultur im In- und Ausland erkennbar, sucht in einem Wettbewerb das liebste, schönste, kostbarste deutsche Wort. Der Denkpass in seiner Erziehungs- und Unterhaltungsfunktion kann sich da einer Stimmabgabe natürlich nicht enthalten. Und welches Wort sieht der Denkpass als lieb, schön und kostbar an?
SÜLZEDas Wort hat einfach Klang. Langsam sprechen und den Lauten lauschen: S-Ü-L-Z-E. Klingt satt. Klingt passend. Passend zu dem, was mit dem Wort allgemein bezeichnet wird:
Und es gibt eine Vielzahl von Rezepten für Sülze: Sülze vom Tafelspitz, Gemüsesülze sowie die gute, alte Schweins- oder Rindskopfsülze. Allerdings, wer gerade von der letzten ganz, ganz viel wegfuttert, sieht am Ende auch bald so aus. Ein Beispiel wäre diese junge Dame, die die Hauptzutat für ihre nächste Sülz-Diätwoche schon mal befühlt:
Aber das Wort Sülze bietet ja noch weitere Anwendungsformen, deren Bedeutung nicht minder interessant ist. So gibt es das Verb sülzen. Gemeint ist nicht die tätige Umsetzung all der tollen Rezepte. Im Rahmen von Liebe, Schönheit und Kostbarkeit denke ich mehr an ein lapidares Synonym für sprechen. Was ist mit sülzen gemeint? Zum Beispiel, wenn jemand sich bei jeder Möglichkeit negativ über die Regierung und den Zustand Deutschlands äußert. So, wie Angela Merkel das immer tut.
Und es bietet sich eine weitere Möglichkeit, die vollendete Verbindung von ausgereiftem Klang und sinnesschwerer Bedeutung rund um den Wortstamm sülz- festzustellen. Da gibt es auch noch das Wörtchen sülzig. Wie beschreibt man dessen Sinn? Der Denkpass will mal versuchen, es anhand einer kleinen Geschichte zu erklären:
Am Morgen nach der rauschenden Geburtstagsfeier der Chefin seiner Schwesterpartei wachte der bayrische Ministerpräsident in einem fremden Zimmer auf. Sein Schädel bummerte wie der Dieselmotor eines Traktors und seine Zunge fühlte sich an wie das Innere eines Tankwarthandschuhs. Er ließ die Augen durch den Raum schleifen und sah neben seinen eigenen Sachen auch die einer Frau auf dem Boden, den Stühlen und dem Schreibtisch liegen.Das erinnert den Denkpass natürlich noch an etwas anderes: Die liebe Angela hatte ja gestern wirklich Geburtstag! Zusammen mit dem lieben Edi - aber nicht in dessen persönlicher, ja zutiefst intimen Art und Weise - gibt es auch von dieser Seite die herzlichsten Glückwünsche. Auf ein weiterhin so fröhliches und fruchtbares Mit- und Gegeneinander! chiefpedro in Politische Notizen | TrackBack(0)Zu seiner Rechten regte sich etwas. Eigentlich spielte sich sein ganzes Leben auf der rechten Seite ab. Jedenfalls bemerkte er dort den schlafenden Körper einer Frau. Entsetzt fuhr er sich durch die schütteren Haare. Er versuchte er sich zu erinnern, was sich gestern nach der Geburtstagsfeier der CDU-Chefin womöglich ereignet haben könne.
Eine der Sekretärinnen vielleicht? Nein. Der Schreck fuhr im in die Glieder und er stöhnte auf. Womöglich eine von der Presse? Er setzte sich auf. In den Körper neben ihm kam Bewegung. Sie drehte sich um, blinzelte ihn an und legte den Kopf auf seinen Oberschenkel. Sich mit ihrem Finger Löckchen in den Haaren drehend, lächelte sie ihn an.
"Hallo, Edmund.", sagte Angela Merkel sanft.
"Öhmmm, hallo.", räusperte er sich. Das war wohl das Allerschlimmste, das er sich vorstellen konnte.
´I´hab die Merkel gefruchtet´, dachte er panisch. Schon bei der Vorstellung wurde ihm schlecht. Seine Gedanken rasten - er musste hier so schnell wie möglich verschwinden. Erst mal das Gespräch auf unbedeutenden Themen stabilisieren, befolgte er seine alte Talkshow-Taktik.
"Wie fanden Sie ... "
Sie zog eine Braue hoch. Er überlegte.
"Wie fandest Du den Italiener gestern abend?", fragte er sie anschließend, "Ich fand´s klasse."
"Naja. Ich denke, es war dort etwas sülzig."