29.03.04

Das Licht, das Dich fort trug

Also, der Michael, der hat ja in letzter Zeit so einige Probleme. Er stellt nämlich sein Weblog von Movable Type auf Textpattern um. Das macht jetzt fast jeder, weil es einige Vorteile bietet. Der Denkpass beobachtet das und bedankt sich bei all diesen - nennen wir sie ruhig so - Beta-Testern für ihre gebloggten Hinweise, sollte dieser Schritt auch hier einmal vollzogen werden.

Jedenfalls hat der Michael aufgrund seiner Probleme leider weniger Zeit für seine kostbaren Einträge. Und das, meine Freunde, ist etwas, das wir - und alle anderen sollten es auch tun - sehr bedauern. Denn oft - wir kommen nicht umhin, es hervor zu heben - da schreibt der Michael auf außergewöhnlich gutem Niveau. Womit wir nicht andeuten wollen, daß er sonst außergewöhnlichen Mist von sich gibt. Nein, das tut er nie. Aber auch wenn der Himalaja das höchste Gebirge der Welt ist, so ragen doch einige Gipfel über die anderen hinaus.

Ein Beispiel gefällig? Wie wäre es mit dieser Sonntagsarabeske, in der Michael dauerhaften Abschied nehmen muß von jemandem, den er bewundert. Zugleich stellt er lesenswerte Überlegungen darüber an, wie grausam und doch zugleich hoffnungsvoll ein Abschied sein kann:

Ich sehe das goldgelbe Licht, das vielleicht Deine Wangen gestreichelt hat, wärmend, ein Schimmer von Frühling, ein Wink, dass es Zeit sei, Zeit zu einem letzten kleinen Wagnis, dem man nicht mehr entkommen kann. Ein Licht, in dessen Verlängerung bald die ersten Blüten sprießen und Knospen grün leuchten werden. Es hat Dich in das Jahr hinein getragen und im Arm gewiegt. Aber wie soll ich sie ertragen, diese Sonne, deren verlöschende Strahlen Deine schweren Lider geküßt haben?
Wir schauen neidisch auf Michaels schreibende Kraft und sagen: Weiter so!

chiefpedro in Allgemein | TrackBack(0)
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