Luke Skyywalker ist ein Extremist

Wenn sogar die Karrierebibel einen Star-Wars-Artikel hat, dann dürfen wir das hier wohl auch. Hier also mein bisschen Senf, um irgendwie Denkpass mit der Star-Wars-Hysterie zu verbinden:

Die Radikalisierung eines jungen Mannes

Die Star Wars-Teile 4-6 (früher mal 1-3) zeigen die Radikalisierung von Luke Skyywalker. Luke zeigt Merkmale, die auch bei Homeland Security als Anzeichen für mögliche Terrorismus-Affinität geführt werden:

  • kommt aus einer Familie ohne Vater
  • findet Beziehungen mit Leuten ausserhalb seiner eigenen Familie kompliziert
  • wird von Gruppen angezogen, die Akzeptanz und Kameraderie anbieten

Nachdem er Obi-Wan trifft, der ihn radikalisieren und isolieren will, kehrt er nach Hause zurück. Seine Angehörigen wurden vom Imperium getötet, was sich für ihn anfühlen muss wie ein Drohnen-Kollateralschaden in Afghanistan usw. Er radikalisiert immer weiter, tötet Unschuldige (auf dem „Boot“ von Jabba, dem Hutt) und vollzieht am Ende Selbstjustiz am höchsten Polizisten des Landes und am Regierungschef. Luke ist ein Terrorist.

Noch mehr Artikel in dieser Richtung:

  • In The Case for the Empire wird ziemlich erfolgreich argumentiert, dass das Imperium in Wahrheit gut und demokratisch sei. Als dann die Rebellen siegen, verwandeln sie die gesamte Galaxie in etwas, was dem heutigen Somalia ähnelt.
  • Während dessen argumentiert Sonny Bunch in der Washington Post, dass die Zerstörung Alderaans gerechtfertigt ist, weil alle Alternativen noch schrecklicher wären. Alderaan ist sowas wie Hiroshima: eine Demonstration von Stärke zur Abschreckung, um weitere eigene Verluste zu vermeiden.

Wobei, eigentlich ging’s bei Star Wars ja schon immer irgendwie um Schuld und irgendwelche Vögel, oder? Warst Du es? Nein, ich war’s nicht. Der Star war’s. Kommt, Leute. Der ist so gut, den dürft ihr zitieren.