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Die wohl bekannteste Kreativmethode in der Geschichte der Menschheit ist definitiv Brainstorming. Auf Imgriff.com habe ich einen Artikel über Brainstorming geschrieben, in dem ich Tipps dafür gebe, wie Brainstorming im Idealfall abläuft. So Gott (und mein Redakteur @fst bei Imgriff) will, wird es demnächst einen zweiten Teil geben, der die Vor- und Nachteile von Brainstormings etwas ausleuchtet.
Einer dieser Nachteile ist das sogenannte Production Blocking: ein Teilnehmer blockiert das Denken aller, während er/sie redet. Der Vorteil, den man beim Brainstorming sucht, ist das Triggern von Ideen durch die Ideen anderer Teilnehmer. Das wird leider erkauft durch das Production Blocking – einer redet, alle hören zu.
Eine Möglichkeit, das Production Blocking zu umgehen und trotzdem neue Ideen bei anderen Teilnehmern zu triggern, ist Catchball. Das ist eine Methode aus Japan, hauptsächlich zum Einsatz kommend im QM-Wesen. Aber sie lässt sich auch hervorragend für eine spezielle Form des Brainstormings anwenden.
Catchball – Der Ablauf
Der Ablauf beim Catchball funktioniert so:
- Jemand beschreibt eine Idee in einem Textdokument.
- Der Text mit der Idee wird an den nächsten Teilnehmer geschickt, z.B. per eMail.
- Der nächste Teilnehmer (der den Ball catched) hat 3 Aufgaben zu bewältigen:
- Idee verstehen
- darauf reflektieren
- Idee verbessern
- Sind diese 3 Aufgaben erledigt, schickt er/sie den Text weiter
- dies passiert so lange, bis der Text und die Idee zweimal bei allen Teilnehmern war
Wichtig ist folgendes:
- Teilnehmer vorher festlegen
- Catchball-Ablauf erläutern
- Ziel vorgeben
Vorteile von Catchball
Catchball bietet einige schwerwiegende Vorteile:
- Ideen eines Teilnehmers triggern neue Ideen bei anderen Teilnehmern
- es gibt kein Production Blocking, da alle Teilnehmer selber bestimmen, wann sie über die Idee nachdenken
- die Teilnehmer entwickeln ein Gefühl des Eigentums für die Idee
- dieses Gefühl erhöht ihre Motivation für die Umsetzung
Es ist sinnvoll, Teilnehmer aus mehreren Bereichen einer Organisation einzuladen. So addieren sich die unterschiedlichen Blickwinkel zu einem Gesamtbild, das die Idee und ihre Umsetzung verbessert. Zugleich findet die Idee am Ende Unterstützung in all den Bereichen, aus denen Teilnehmer gewonnen wurden.
Einen Nachteil gibt es leider auch: der Prozess benötigt eine gewisse Zeit. Die ist aber gut investiert.
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Tags: Brainstorming, Catchball, Imgriff







