Kanzlerin Merkel zufrieden mit Twitter? (Bildquelle: over-blogging.de)

Kanzlerin Merkel zufrieden mit Twitter? (Bildquelle: over-blogging.de)

Nach intensiver Auseinandersetzung sind Politiker aller Parteien zu dem Schluss gekommen, tiefgreifende Änderungen bei Twitter zu fordern. Es scheint sich eine parteienübergreifende Gesetzgebungs-Iniative zu formen, die möglicherweise auch die Verfassung ändern könnte. So fordert die Bundestags-Fraktion der Linken „Twitter für alle, auch für die, die nicht twittern.“ Die Piratenpartei schliesst sich an und fordert „Twitter für alle außer @saschalobo“.

Bei der CSU weiß man noch nicht, worum es im Einzelnen geht. Man beschäftige sich aber mit dem Sachverhalt und eigne sich das nötige Fachwissen an. Ein Sprecher wies darauf hin, dass der ehemalige Parteivorsitzende  Stoiber einen sehr “internetaffinen” Vornamen habe und eine Änderung der Schreibweise seines Namens auf @mund bei “irgendeinem” Amt beantragt habe. @mund Stoiber sei sich nicht sicher, ob ihm der entsprechende Twitter-Account gehöre oder nicht. Wie Klaus Wowereit findet @mund Stoiber aber, das “sei gut so”.

Außenminister Guido Westerwelle (FDP) hat bei seiner Twitter-Anmeldung einen Buchstaben vergessen, sagt aber trotzdem: „Wir sprechen hier deutsch.“ Englische Sätze seien oft kürzer als ihre deutschen Übersetzungen, “oder umgekehrt”, so Westerwelle. Aber auch die deutsche Sprache sei schön und dürfe deswegen nicht benachteilt werden. Westerwelle fordert deswegen eine Erhöhung der Zeichenzahl für deutsche Tweets auf 169 Zeichen.

Guido Westerwave, ein Alter Ego des deutschen Außenministers auf Twitter mit viel Liebe zur englischen Sprache, sagt “Ich werde hier sowieso immer falsch verstanden.” Englisch sei nicht immer kürzer, manchmal ist Deutsch sogar kürzer. Geld hat einen Buchstaben weniger als Money, und peinlich sei auf englisch einfach nur embarrassing lang. Ein disadvantage beim Englischen sei, wie lang manchmal die Wörter sind – diese fehlende deutsche Zuverlässigkeit sei ganz klar ein Nachteil. “140 Zeichen sind also OK”, so Westerwave.

Der Trainer der französischen Nationalmannschaft, Raymond Domenech, findet Westerwelles Vorschlag trotzdem gut, will aber die Zahl weiter erhöhen. “Am liebsten auf 1869 Zeichen!”, so Domenech, “Wenn meine Spieler mal wieder im Puff sind und twittern, in welcher Position sie gerade spielen, denken sie vielleicht auch an die Zahl 18!”

Ein Sprecher der Bundesregierung sagt, ob Kanzlerin Merkel twittere oder nicht, sei geheim und ginge nur sie etwas an. Und ob sie als Angie oder TeamDeutschland twittere, auch. Sie finde Guido aber oft ganz gut, so Frau Merkel.

Philipp Rösler (FDP) hat “auch schon mal getwittert” und dabei einen Haufen Problem erkannt. Rösler fordert eine Unterteilung in Privat- und gesetzliches Twitter und will auf jeden Fall die Beiträge erhöhen.

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