Was das Lesen angeht, komme ich mir so ein kleines bisschen wie der Eyjafjallajökull vor. Der isländische Vulkan regt sich sehr selten, aber wenn er schon mal in Stimmung gerät, dann lässt er er ordentlich krachen. So geht’s mir häufig beim Lesen: zwar ballere ich mir täglich meine Zeitung rein, aber mit Büchern las ich es manchmal einige Wochen ruhig angehen. Wie den Eyjafjallajökull hat’s aber auch mich diese Woche erwischt.
Das mein Lese-Output diese Woche eruptiv anstieg, hat aber auch mit den Büchern zu tun. Beide waren spannend, regelrechte Page-Turner.
Patricia Cornwell: Unnatural Exposure
Das erste Buch der Woche war mal wieder ein Kay-Scarpetta-Roman, diesmal mit Unnatural Exposure immerhin schon der siebente Teil der Serie. Die kriegt man gebraucht bei Amazon für ziemlich wenig Geld. Und irgendwie mag ich die ganze Reihe, obwohl man ja eigentlich keine Krimi-Reihe liest, wenn man sich was auf seine Belesenheit einbilden will, oder?
Scarpetta jagt einen Serienkiller, der seine Opfer mit sehr viel Sachkenntnis unkenntlich macht. Diesmal unterscheidet sich aber der Modus Operandi: die Arbeit ist weniger sorgfältig, das Opfer deutlich älter als ihre Vorgänger. Ein weiteres Opfer wird gefunden, und der Serienkiller scheint den Einsatz zu erhöhen. Die Leiche ist infiziert mit einer tödlichen Seuche.
Alle Bekannten sind wieder dabei: Wesley, Marino und Scarpettas Nichte Lucy. Die Geschichte ist spannend, das medizinische Puzzle wie immer sehr interessant. Fazit: Schöne zwei Lese-Abende, wenn man ein Scarpetta-Fan ist!
James Patterson: Jack & Jill
Auch das ist ein Buch aus einer Serie, diesmal die um den Ermittler der Washingtoner Mord-Kommission und Psychologen Alex Cross. Dessen Erlebnisse waren bereits in Along came a spider und Kiss the Girls äußerst lesenswert. Das Niveau hält Patterson auch in Jack & Jill.
Patterson schreibt genauso spannend wie Cornwell, aber deutlich zynischer und mit mehr Witz. Das ist noch nicht so morbide und düster wie bei James Ellroy oder David Peace, aber es liest sich dafür auch etwas unkomplizierter. Interessant sind die Patterson-Bücher immer, weil man als Leser immer wieder einen Brocken hingeworfen kriegt. So hat man immer das Gefühl, dem Geheimnis beinahe auf die Schliche zu kommen. Und deswegen liest man weiter.
In diesem Buch geht es um zwei Serien-Killer. Einer begeht in extremer Wut brutale Morde an Kindern der Schule, in die auch die Kinder von Alex Cross gehen. Der Täter ist leichtsinnig und außer Kontrolle, Cross ist optimistisch, ihn bald zu fassen. Zur selben Zeit wird ein Killer-Päärchen berühmt, das in Washington Prominente tötet. Die beiden nennen sich Jack & Jill und stehen im Mittelpunkt des medialen Interesses der amerikanischen Hauptstadt. Was nur der Secret Service weiß: Jack & Jill sind die Codenamen des Präsidenten und seiner Frau. Ist das Zufall? Alex Cross wird hinzugezogen, um jeden Zusammenhang auszuschließen. Und so werden die Ermittlungen in dem anderen Fall beinahe eingestellt…
Wie immer, sehr spannend. Ich mag die Cross-Romane, weil ich Alex Cross mag (übrigens auch Morgan Freeman, der ihn in den Kino-Filmen spielte). Die ersten beiden Teile waren gut, dieser hier reicht da heran. Fazit: zwei weitere muntere Lese-Abende!
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Tags: Jack & Jill, James Patterson, Patricia Cornwell, Unnatural Exposure









