Als Geschäftsführender Gesellschafter eines KMUs hier in Berlin wurde ich gebeten, für eine Berliner Tageszeitung zu Protokoll zu geben, was ich als Unternehmer von Schwarz-Gelb erwarte. Einzige Bedingung: es darf 1.000 Zeichen nicht überschreiten. Ich hoffe, die kriegen’s nicht mit oder nehmen’s mir nicht übel, wenn ich den Lesern des Denkpasses diese Antwort EXKLUSIV VORAB zur Verfügung stelle:

Ich erwarte von Schwarz-Gelb nicht viel: aber zumindest, dass Politik wieder polarisiert. Die Große Koalition war kaum zu ertragen: der Diskurs zwischen Regierung und Opposition kam mir in den letzten Jahren arg beschnitten vor.

Als Unternehmer freue ich mich über Schwarz-Gelb. Aber ganz offen: es ist mehr eine Freude übers kleinere Übel denn Herzenslust. Politik interessiert kaum noch, oder? Breite Politikverdrossenheit, dieses „das ist Politikern doch sowieso egal“, auch das verdanken wir der Großen Koalition.

Selbst als Unternehmer wünsche mir, CDU/CSU und FDP denken beim Wirtschaftsprogramm nicht nur an Unternehmen (Angebotsseite), sondern auch an private Haushalte (Nachfrageseite): Einkommenssteuer runter, Arbeit muss belohnt werden. Dafür massiv Subventionen streichen, nur im allernötigsten Fall die Mehrwertsteuer erhöhen.

Ansonsten find ich‘s toll, wenn wir das Abmahnrecht so wie der Rest der Welt gestalten: die 1. Abmahnung bezahlt der Abmahnende. Man darf ja noch träumen, oder?

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