Test: LED Lenser M1 – Deine ganz private Supernova

[Trigami-Review]

LED-Taschenlampe LED Lenser M1 im Test

Insgesamt hat mir die Firma Zweibrüder Optoelectronics drei verschiedene Lampen zur Verfügung gestellt: den LED Lenser M1, M5 und K3. Der M1 ist die stärkste LED-Taschenlampe mit einer unfassbaren Leuchtstärke. Wer mit dem Ding nachts im Freien rumfuchtelt, riskiert Meldungen von einer Supernova in unserem Sonnensystem. Der M5 ist die kleinere Variante für den Hausgebrauch: immer noch ausreichend, um den Leuchtfingern der regionalen Großraumdisco Konkurrenz zu machen. Und der K3 ist die Pocket-Leuchte für zwischendurch, falls im Krankenhaus nebenan der Strom ausfällt und jemand nach einer Notbeleuchtung für den OP schreit.

LED Lenser M1, M5 und K3 sowie tolle Prospekte

LED Lenser M1, M5 und K3 sowie tolle Prospekte

LED Lenser M1 – Packungsinhalt

Ich habe mich hauptsächlich mit dem LED Lenser M1 beschäftigt und die anderen nur für Vergleiche der Leuchtstärke hinzugezogen. In der Packung des M1 findet man die gut verarbeitete, spritzwassergeschützte LED-Taschenlampe in kühlem, schwarzen Metall, eine Hochleistungs-Lithium-Batterie, eine Anleitung, eine Smartcard für unterwegs mit den Schaltfunktionen für die verschiedenen Modi, sowie ein Armband und eine Gürteltasche für die Lampe.

LED Lenser M1 (Packungsinhalt)

LED Lenser M1 (Packungsinhalt)

Mehrere Modi und ein Fokus

Die Lampe bietet 3 Schaltmodi:

  • an/aus: Die Lampe leuchtet für 3 Minuten mit voller Kraft von 15 Lumen (anschliessend wird die Leuchtkraft reduziert, um Strom zu sparen und Wärme zu vermeiden)
  • 1x tippen, dann an: Die Lampe leuchtet mit reduzierter Kraft von 15% (aber ausreichend, um sehr gut zu sehen)
  • 2x tippen, dann an: Die Lampe leuchtet mit voller Kraft im Stroboskopmodus, was als Verteidigung bei nächtlichen Angriffen genutzt werden soll (der Angreifer dürfte dann erstmal geblendet sein und Orientierungsprobleme haben)

Dazu kommt dann noch die Möglichkeit, das Licht zu fokussieren. Strahlt man auf voller Leuchtkraft unfokussiert, kann man einen handelsüblichen Berliner Hinterhof gut ausleuchten. Fokussiert man das Licht, was auch einhändig möglich ist, kann man aus mehr als 30 Metern Entfernung ganz bequem fremde Wohnungen ausleuchten (falls jemand im nördlichen Prenzlauer Berg gestern Abend seine Nachtruhe beenden wollte, weil es wieder hell wurde: das war ich, der Test hat geklappt – danke schön!)

Unfokussiert einen Baum anstrahlen mit LED Lenser M1

Unfokussiert einen Baum anstrahlen mit LED Lenser M1

An die Schaltfolgen gewöhnt man sich schnell, notfalls könnt ihr euch ja die Smartcard einstecken und nachschauen. Armband und Gürteltasche sind praktisch für unterwegs – und mit dieser Leuchtstärke solltet ihr das Ding immer am Start haben. Ich habe wirklich nicht damit gerechnet, dass eine so kleine und kompakte Lampe solche Power entwickelt. Fokussiert man das Licht, hat man das Gefühl, Luft zu zerschneiden (auf dem Bild sieht man sogar den Lichtstrahl).

Die Macht ist mit mir: Fokussierter Lichtstrahl des LED Lenser M1

Die Macht ist mit mir: Fokussierter Lichtstrahl des LED Lenser M1

Fazit: LED Lenser M1 ein klarer Kauf

Mein Fazit ist, dass von all den LED-Lampen, die ich so in meinen Händen hielt im Laufe der Jahre, die LED Lenser M1 von Zweibrüder Optoelectronics das Flaggschiff ist. Damit hält man reines, weisses Licht in seinen Händen. Einfache Bedienung, sehr gute Verarbeitung, mehrere Modi und sogar einen Fokus, um Licht zu bündeln. Dazu ein paar nette Extras wie ein Armband und eine Gürteltasche. Ich würde das Ding kaufen, auch bei einem Preis von ca. 60 Euro!

Was hat das mit Kreativität zu tun?

Ich bin positiv beeindruckt auch in kreativer Hinsicht. Bei allen sonstigen LED-Lampen, die ich bisher in den Händen hielt, gab es einfach nur die Lampe. Die ging an und aus. Hier kriegt ihr dazu ein Armband, damit die Lampe nicht runterfällt. Und eine Gürteltasche, damit ihr die Lampe immer bei euch führen könnt. Das sind schon mal gute Ideen, was man noch draufpacken kann, um Mehrwert zu liefern. Und echter und gefühlter Mehrwert erlauben höhere Preise.

Dazu kommen aber noch die Schaltmodi: Zum einen fiel Zweibrüder Optoelectronics in einer Umfrage auf, dass die meisten Nutzer eine Taschenlampe oft nur 3 Minuten am Stück einsetzen. Da kam den Entwicklern bei Zweibrüder eine gute Idee in den Sinn, hat doch eine LED-Lampe zwar einen großen Vorteil (mehr Licht) gegenüber eine herkömmlichen Birne, der mit zwei Nachteilen im Dauerbetrieb erkauft wird (frisst ordentlich Strom, erzeugt Hitze). Wenn die Lampe aber nur 3 Minuten eingesetzt wird üblicherweise, warum dann nicht eine stufenweise Regelung einführen? Und so leuchtet die LED Lenser M1 für 3 Minuten mit voller Stärke, und regelt sich dann selber auf 15% Leuchtkraft herunter für einen eventuellen Dauerbetrieb. Unter uns: dieser Dauerbetrieb ist hell genug.

Und wenn die Entwickler schon am Erfinden von Schaltmodi sind, warum dann nicht auch ein Stroboskop einfügen? Damit kann man nicht nur lustige Effekte erzielen, wenn man die wassergeschützte LED-Lampe vorübergehend in einem Eimer Wasser versenkt. Das ist auch sowas wie ein Verteidigungsmodus bei Nacht – wer mit an Dunkelheit gewöhnten, erweiterten Pupillen in das Licht schaut, der ist nicht nur eine Weile blind, der ist auch eine Weile meschugge.

Oben drauf hat Zweibrüder Optoelectronics dann noch den Fokus gepackt, mit dem sich das Licht fokussieren lässt. So hat man entweder einen sehr weiten Lichtkegel oder einen sehr engen, der dann das Licht aber gebündelt raus haut. Das ist wirklich nützlich für eine Taschenlampe.

Insgesamt kann man von der Lampe also auch noch was über Kreativität lernen. Der Markt für LED-Lampen scheint mir einer zu sein, in dem bislang der Preis regiert. Hochpreisige Produkte aus dem deutschen Markt haben’s da schwer. Es sei denn, sie bieten einen Mehrwert. Gerade um diesen Mehrwert zu entwickeln, braucht es Kreativität – und die hat Zweibrüder Optoelectronics hier bewiesen.

Siehe auch:

>> Webseite von Zweibrüder Optoelectronics

>> Link zur Community für die LED Lenser

>> Test bei Sennfelder.de

>> Test bei Big-Blogger

>> Test beim Käferblog

Persönliche Anmerkung:

Auch Blogger müssen leben, haben Drinks zu bezahlen, wollen ab und an einen Tag auf der Überholspur verbringen. Um all meine Laster zu finanzieren, habe ich mich also bei Trigami angemeldet. Da können Blogger Produkte testen. Dies hier ist mein erster solcher Test.

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