Die Gesichter von Asiaten kommen uns oft starr und emotionslos vor, so eine kurze Notiz der Berliner Zeitung (leider nicht auffindbar als Link). Forscher von der University of Glasgow haben sich dieses Themas angenommen (hier der Link, leider ist nur das Summary kostenlos).

Asiaten sind viel besser darin, die Gefühle in den Augen zu erkennen. Wir Europäer und auch die Nordamerikaner müssen darüber hinaus auch den Mund sehen, um die Emotionen unseres Gegenübers deuten zu können. Im Umkehrschluss sind Asiaten aufgeschmissen, wenn die Augen ausdruckslos sind – was der Mund ihnen über die Gefühle des Gegenübers sagt, bleibt ihnen verschlossen. Die Forscher aus Glasgow fanden heraus, dass Asiaten deswegen der Unterschied zwischen Angst und Ekel häufig nicht auffällt.

Daher kommen dann auch die unterschiedlichen Emoticons. Unsere westlichen Emoticons drücken die Stimmung häufig mit unterschiedlichen Zeichen für den Mund aus. So steht ;-) für ein verschmitztes Lachen, das man nicht so ernst nehmen soll. Wichtig: hier werden Augen und Mund verwendet.

Bei den asiatischen Versionen dreht sich alles nur um die Augen, weswegen man die Emoticons auch nicht mehr von rechts lesen muss. (+_°) steht zum Beispiel für “high, betrunken”.

Eine Übersicht über Emoticons findet sich bei Wikipedia (dort wird auch erwähnt, dass der Mund beim Ausdruck von Gefühlen in Japan keine wesentliche Rolle spielt).

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