… heisst ein netter Laden im Prenzlauer Berg, in der Winsstrasse 58. Ich gehe da immer mit meiner Frau am Mittwoch morgen frühstücken. Und weil es mir so gut gefällt, wollte ich das mal hier gesagt haben.
Mit Frauen ist das ja so. Man lernt sich kennen, man liebt sich, man will sich gegenseitig verschlingen. Als Mann hat man logischerweise die Arterhaltung im Hinterkopf und übt ganz oft Kindermachen. Man tauscht Körpersäfte aus, und weil man sich sooooooooooooooooooooooooooo sehr liebt, kriegt man irgendwann viele kleine Babies.
Die nerven dann öfter mal. Schreien rum, kommandieren einen hin und her, machen ständig Teller schmutzig und sorgen für Überschwemmung im Bad. Betatschen alles mit ihren klebrigen Fingern. Sind oft krank. Schreien, nerven, schubsen, stänkern. Ich mag sie trotzdem (meine Top 10, warum ich meine Kinder trotzdem mag).
Allein, die traute Zweisamkeit ist auf einmal einer weniger traute Viersamkeit. Zwischen das Körpersäfte tauschende, vor Liebe wirren Liebespaar treten weitere Persönchen und schaffen sich ihren eigenen Platz. Die sich eigentlich Liebenden müssen nun aufpassen, dass sie sich nicht zu weit voneinander entfernen, sonst versteht am Ende keiner mehr, was der Grund für all das Kindergetobe am Sonntag morgen um 5:32 Uhr gewesen sein soll.
Für meine Frau und mich ist Enten & Katzen ein Teil unserer romantischen Anstrengungen. Jeden Mittwoch fahren wir die Banditen in Schule und Kita, liefern sie beim zuständigen Personal ab, atmen tief durch und gehen dann ins Enten & Katzen. Dort bestellen wir Latte Macchiatos, mit Bergkäse, Salat, getrockneten Tomaten und Rosmarinschinken belegte Toscana-Brötchen und lesen dazu eine Zeitung. Wir quasseln etwas. Wir genießen die Ruhe.
Für uns ist es wunderschön.
Und das Enten & Katzen ist genau richtig. Also hingehen und selber machen! Das ist ein Befehl!
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