Wie die Financial Times heute meldet, darf XING nun mit deutschsprachigem Wettbewerb durch Linked In rechnen. Erst sehr spät bietet Linked In ab sofort seinen Service nun also auch in Deutsch an. Und auf turi2.de tobt auch gleich die Auseinandersetzung unter Lesern, wer das Rennen um die meisten Nutzer gewinnen mag, wobei man Facebook nicht vergessen sollte.
Es wird ähnlich verlaufen wie bei Online-Auktionen oder Immobilien-Webseiten: es gewinnt der, der zuerst die kritische Masse erreicht hat, wie immer die auch aussehen mag. Aber im Web spielt Größe eine Rolle: wenn ich Immobilien suche, gehe ich zu der Seite mit den meisten Angeboten. Das führt dazu, dass am Ende alle nur noch bei der größten Plattform ihre Immobilien anmelden oder suchen. Kritische Masse erreicht: komplette Dominanz gesichert.
Lokale Lösungen wie XING haben dabei einen Vorteil wegen ihres zeitlichen Vorsprungs. In einigen Ländern wie z.B. China konnte sich eBay deswegen nicht durchsetzen. In vielen anderen aber schon…
Es kommt also darauf an, ob XING genug bietet, um die kritische Masse zu überschreiten, bevor Linked In seine Geldkoffer öffnet, ins Marketing investiert und bei den Nutzerzahlen überholt. Für XING spricht, dass man sich an die Bedienung gewöhnt und einige nette Ideen (allen voran: wer hat auf mein Profil geklickt!), für Linked In die Internationalität seiner Nutzer. Die hat Facebook auch, dazu kommen dann noch die vielen Applikationen.
So bietet also jede Seite etwas, was die anderen nicht haben. Ein Netzwerk wird gewinnen. Bis dahin suche sich jeder, was am besten passt (und hoffe, dass es das richtige Pferd ist).
Nachtrag: Und XING reagiert, indem es sich wie Facebook für externe Entwickler und deren Applikationen öffnet.
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